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Caritasverband Rheine, 06.05.2008

Qualifizierung von schwer behinderten Menschen

Soziale Träger erhalten Landesmittel zur Qualifizierung von schwer behinderten Menschen

Bocholt/Borken/Coesfeld/Steinfurt/Warendorf. Die Bocholter EWIBO, das DRK Borken, das Kolping Bildungswerk Diözesanverband Münster und der Caritasverband Rheine haben jetzt vom Land NRW einen Zuschlag für die Einrichtung einer Maßnahme zur Qualifizierung von schwer behinderten Menschen erhalten.

Aufgrund der mehrjährigen Erfahrung – das Kolping-Bildungswerk arbeitet schon seit 1998 und die EWIBO gemeinsam mit dem DRK seit 2005 an der Integration von schwer behinderten Menschen in den Arbeitsmarkt – konnten die Träger mit ihrem Konzept erneut überzeugen: „Gerade behinderte Menschen sind bei der Integration in den Arbeitsmarkt besonders benachteiligt. Arbeitsplatzangebote für ungelernte Kräfte sind so gut wie gar nicht vorhanden. Darum gilt es, diese Menschen zu fördern und entsprechend zu qualifizieren“, sagt Berthold Klein-Schmeink, Betriebsleiter der EWIBO. Diesen Anspruch haben die EWIBO und das DRK im Kreis Borken und das Kolping-Bildungswerk in den Kreisen Warendorf und Coesfeld in der Vergangenheit erfolgreich umgesetzt. In der voran gegangenen Maßnahme, die bis Januar 2008 angesetzt war, wurde in Bocholt eine Vermittlungsquote von 49 Prozent und in Borken eine Quote von 39 Prozent erzielt. Und an diesen Erfolg des Bocholt-Borkener Modells knüpft diese neue, erstmals münsterlandweit gemeinsam laufende Maßnahme an. Die Maßnahme kommt jedoch nicht nur in Bocholt und Borken, sondern auch in den Kreisen Coesfeld, Steinfurt und Warendorf zum Tragen. Zum einen gilt es, schwer behinderte Menschen durch entsprechende Förderung, theoretischen Unterricht, Betriebspraktika etc. zu qualifizieren und zu vermitteln, zum anderen sollen Unternehmer für das Thema „Anstellung von Schwerbehinderten“ sensibilisiert werden. „Oft herrschen in Betrieben Vorurteile gegenüber der Beschäftigung von schwer behinderten Menschen“, meint Helgo Eiting vom DRK Borken. Hier wollen die Träger Aufklärungsarbeit leisten und Firmeninhabern Möglichkeiten und die genaue Gesetzeslage erläutern.

Mit der Maßnahme angesprochen werden sollen arbeitslose behinderte Menschen, deren Aussichten, am Arbeitsleben teilzuhaben oder weiter teilzuhaben, wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung eingeschränkt sind.

Das Projekt wird unterstützt durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen, durch den Europäischen Sozialfond, den Service-Punkt Arbeit für den Kreis Borken, der Agentur für Arbeit sowie durch die Kreise Warendorf, Steinfurt und Coesfeld. Weitere Informationen und Vermittlung in die Maßnahme erhalten entsprechende Personen bei den jeweils zuständigen Trägern.

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