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Caritasverband Rheine, 06.03.2012

Menschen aus 101 Kulturen schauen den Schülern ins Gesicht

Fotoausstellung der Caritas Rheine macht Station am Emsland-Gymnasium

Rheine. cpr. Die Überraschung war groß bei den Schülern des Emsland-Gymnasiums: von den Flurwänden, an denen sonst die im Kunstunterricht entstandenen Werke der Mitschüler zu sehen waren, schauten ihnen am Freitagmorgen die Gesichter von Mitbürgern aus Rheine entgegen, die 101 in der Emsstadt vertretenen Kulturen repräsentieren. Die vor über einem Jahr zum ersten Mal gezeigte Sammlung von Porträtaufnahmen des Fotographen Hermann Willers war auf Initiative und unter Federführung des Caritasverbandes Rheine entstanden. Bei der Eröffnungsveranstaltung am Emsland-Gymnasium machte Projektmitarbeiterin Elke Zeitner deutlich, welche Botschaft dieses Projekt hat: „Es soll die Vielfalt der Stadt Rheine zeigen. Wir sind Rheine! Die Vielfalt wird zugelassen. Du bist ein Teil des Ganzen!“ Mit diesem Projekt wollten alle Beteiligten dokumentieren, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen friedlich zusammen leben können und sich gegenseitig bereichern.

Fotograf Hermann Willers berichtete von den vielen kleinen Abenteuern, die er in den Wohnungen der porträtierten Personen zu erleben hatte. Besonders gerne erinnerte er sich daran, dass er immer wieder zum Essen eingeladen worden sei. Unter den Porträtierten befinden sich auch Ange-hörige des Emsland-Gymnasiums. Stellvertretend für sie berichtete Lehrerin Deryah Cokcan, warum sie gerne bereit gewesen sei, sich für das Ausstellungsprojekt zur Verfügung zu stellen. Sie sei vor 40 Jahren nach Rheine gekommen und habe hier sehr freundliche Aufnahme gefunden, so dass sie Rheine mittlerweile als ihre Heimat betrachte.

Schulleiterin Katharina Straßburg-Mulder betonte, ein freundschaftliches Zusammenleben von Menschen verschiedenster Herkunft werde am Emsland-Gymnasium seit vielen Jahren als Selbst-verständlichkeit praktiziert. Ein gutes Beispiel hierfür sei auch die Tatsache, dass in den vergangenen sechs Schuljahren Schüler mit Migrationshintergrund zu Schülersprechern gewählt worden seien. Sie dankte insbesondere den Mitgliedern der Schülervertretung, deren tatkräftiger Mithilfe es zu verdanken sei, dass die Ausstellung in vorbildlicher Weise aufgebaut werden konnte.

Die Ausstellung ist noch bis Ende März im Emsland-Gymnasium zu sehen. Am Tage ihrer Eröffnung erhielt die Schule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Die Porträtfotos bilden damit den Auftakt für viele weitere Aktionen gegen jede Form von Diskriminierung, die für die nächsten Monate bereits vorbereitet oder angedacht sind.

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