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Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 11.06.2012

Agape-Abend mit Popstar gegen Hunger

Paddy Kelly begeistert mit spirituellem Konzert in Piuskirche

Bereits eine Stunde vor dem Konzert warten Fans von Paddy Kelly aus ganz Bayern und sogar darüber hinaus in einer langen Schlange vor der Ingolstädter St. Piuskirche. Rund 600 überwiegend junge Besucherinnen und Besucher füllen diese kurze Zeit später voll aus. Alle haben allein mit ihrem Kommen bereits etwas im Sinne der Nächstenliebe getan. Denn sie tragen dazu bei, dass hungernden Menschen geholfen werden kann: Zehn Euro von jeder Eintrittskarte kommen Projekten des Hilfswerkes der deutschen Caritas „Caritas international“ in Äthiopien zugute. Dort hatte Kelly im März dieses Jahres Initiativen von Caritas international im Kampf gegen den Hunger besucht. Um die Liebe geht es dem irisch-US-amerikanischen Sänger Paddy Kelly, einstiges Mitgliedes der bekannten Pop- und Folkband „The Kelly Family“, auch grundsätzlich in seinem vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützten liturgischen Konzert, den er als einen Abend der „Agape“ (griechisch Liebe) gestaltet.

Bei seinem Eröffnungslied „Voice Divine“ sitzen die Zuhörerinnen und Zuhörer noch still und andächtig in den Kirchenbänken – gespannt darauf, was sie an diesem Abend wohl erwartet. Ab seinem zweiten vielen bekannten Lied „Pray Pray Pray“ steht der Großteil der Fans, meist die Hände über dem Kopf zusammenklatschend. Nicht nur in seinen Liedern, sondern auch in Kurzinterviews mit Konzertbesuchern sowie eigenen Kommentaren während des Programms bringt Paddy Kelly dem Publikum verschiedene Facetten der Liebe näher. Auf manchen wirken diese anfangs in ihren Bedeutungen vielleicht inhaltlich teilweise als ein zwar amüsanter, aber verwirrender Schnelldurchgang durch das Thema: von der simplen Partytime über Verständnis, Hingabe, Treue, „Zukunft miteinander gestalten“ bis zur Liebe zu Jesus Christus. Doch zunächst lassen sich ohnehin alle von Paddy Kellys Stimme und den musikalischen Einlagen seiner Band mit Musikern aus verschiedenen Ländern begeistern. Spätestens mit den drei Abschlussliedern des offiziellen Konzertes  „I am the Light of the World“, „Agape“ und „Abba! Father!“, zu denen Kerzenlichter hundertfach in der Piuskirche entbrennen, gelingt es Kelly aber, religiösen Tiefgang zu ermöglichen.

Viele Konzertbesucherinnen und –besucher bleiben deshalb auch noch zur anschließend von dem früher einmal im Kloster lebenden Sänger angebotenen Gebetsnacht. In dieser wandert zuerst ein von ehemaligen litauischen Straßenkindern hergestelltes großes Kreuz über die Hände der Betenden durch die gesamte Piuskirche. Später werden einige auf das Kreuz ihre Sorgen und Anliegen schreiben. Der Pfarrer von St. Pius, Martin Geistbeck, trägt eine Monstranz mit dem von den katholischen Christen veehrten Leib Christi zum Altar. Viele bringen sodann ihre Kerze dorthin, während Kelly immer wieder „O  Adoramus Te Domine“ anstimmt – und viele Gläubige daraufhin einstimmen. Geistbeck steht auf Wunsch für Beichtgespräche zur Verfügung, ein Ehepaar für Menschen, die sich anders aussprechen wollen. Mit dem nochmaligen Singen des Liedes „Agape“ schließt Paddy Kelly den liturgischen Konzertabend ab. Er wird vielen ein persönliches Erlebnis der Gottes- und Nächstenliebe ermöglicht haben, sicherlich allen zumindest einen besinnlichen Ausklang des Sonntagabends.

Peter Esser

Paddy Kelly, hier auf seiner derzeitigen Konzerttournee in Düsseldorf, begeisterte am Sonntagabend in der St. Piuskirche in Ingolstadt. Foto by: Künstler

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