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Diözesan-Caritasverband Münster, 23.06.2012

Gute Ansätze aber Probleme im Detail

Kessmann auf Delegiertenversammlung zum Koalitionsvertrag: Besser mehr Personal als beitragsfreies Kindergartenjahr

Diözese Münster (cpm). Viele gute Ansätze aber Probleme im Detail sieht die Caritas in der Diözese Münster im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung. Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann nutzte die Delegiertenversammlung des Verbandes am Freitagnachmittag für eine Bewertung. Mit dem Ziel, Zukunft und Gerechtigkeit durch Bildung zu stärken, stimme die Caritas völlig überein. Aber statt über ein zweites beitragsfreies Kindergartenjahr nachzudenken und dieses unter einen Finanzierungsvorbehalt zu stellen, "wäre ein Qualitätsvorbehalt besser". Nach Ansicht Kessmanns sollte stattdessen in mehr und höher qualifizierte Mitarbeiter in den Tageseinrichtungen investiert werden. Die gut 100 Delegierten aus örtlichen Caritas- und Fachverbänden sowie der Diözesanen Arbeitsgemeinschaften vertreten rund 2.600 Dienste und Einrichtungen des katholischen Wohlfahrtsverbandes. Mit 55.000 hauptamtlichen Mitarbeitern und rund 30.000 Ehrenamtlichen ist er der größte Diözesancaritasverband bundesweit.

Auch mit dem von der Landesregierung formulierten Ziel der Inklusion behinderter Menschen zeigte sich Kessmann einverstanden. Allerdings fehle eine Beschreibung der Rahmenbedingungen. Die Caritas werde deshalb darauf achten müssen, dass mit der Umsetzung keine Verschlechterungen des erreichten Standards einhergehe. Zu begrüßen sei die Absicht des Landes, Programme für Langzeitarbeitslose auflegen zu wollen. Allerdings bezweifelte Kessmann, dass "NRW auf Dauer gegen die Bundesebene anarbeiten kann", die jüngerer Vergangenheit die Fördermaßnahmen abgebaut habe.

Nach einigen Jahren konsequenten Sparens sah der Verwaltungsratsvorsitzende Pfarrer Ulrich Messing (Münster) den Diözesancaritasverband gut aufgestellt und wieder in der Lage, neue Schwerpunkte zu setzen. Den Fortschritt in fünf strategischen Zielen, die sich die Caritas für die nächsten Jahre gesetzt hat, beschrieb der vorgelegte Tätigkeitsbericht. Gelobt wurden von den Delegierten die bereits eingeleiteten Angebote, das christliche Profil zu schärfen. Das entspreche dem Bedürfnis vieler Mitarbeiter und unterstütze die Bemühungen, neue Mitarbeiter zu finden. Neue Wege werden auch gesucht, um Qualität bewusster zu machen und mehr Transparenz zu schaffen, Zusammenarbeit auszubauen und Armut vor allem durch Bildung zu bekämpfen.

069-2012         23. Juni 2012              

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