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Diözesan-Caritasverband Münster, 11.07.2012

Aufschwung kommt bei vielen Schwangeren nicht an

Situation durch Ausfall Elterngeld noch verschärft/Fast 8.000 Frauen und Paare suchen Hilfe in Schwangerschaftsberatung

Münster (cpm). Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt kommt bei den Frauen und Familien in den katholischen Schwangerschaftsberatungsstellen im Bistum Münster nicht an. Obwohl sie vielfach in Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen stehen, reicht das Einkommen nicht aus. Mit 7.932 ratsuchenden Frauen und Paaren bleibt die Suche nach Beratung und Hilfe unverändert hoch. Häufigst genannter Grund ist mit 60 Prozent die finanzielle Situation. "Die hat sich im vergangenen Jahr noch verschärft", erklärt Anne Ruhe vom Diözesancaritasverband Münster. Die Anrechnung des Elterngeldes für Familien, die von Arbeitslosengeld II leben müssen, "hat die Versorgungssituation vor allem nach der Geburt deutlich belastet", so Ruhe. Eine Umfrage der Schwangerschaftsberatungsstellen hat ergeben, dass viele der Betroffenen Tafeln und Kleiderkammern nutzen - "und das sicherlich nicht freiwillig, sondern weil das Geld einfach nicht reicht."

Unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit erreichen die 15 katholischen Schwangerschaftsberatungsstellen vor allem Familien, die von Armut betroffen oder bedroht sind. Arbeitslosigkeit, die schwierige Wohnsituation oder Überschuldung sind weitere häufig genannte Gründe. Entsprechend, so Ruhe, gehe es dann darum, die Existenz zu sichern, sozialrechtlich zu beraten und über familienfördernde Leistungen zu informieren.

Das ist häufig auch nach der Geburt des Kindes noch erforderlich. Neben 5.319 neuen Klienten wurden 2.613 Familien weiter begleitet. Vielfach organisieren die Schwangerschaftsberaterinnen auch Gruppenangebote, die junge Eltern in der Anfangsphase unterstützen.

Das können sie in der Schwangerschaft auch direkt mit Geld. 1,8 Millionen Euro wurden in 2011 aus der Bundesstiftung Mutter und Kind für knapp 3.000 Anträge ausgezahlt. Dazu flossen 1,35 Millionen Euro aus Bischofsfonds, der Bischof Heinrich- Tenhumberg Stiftung, und gut 90.000 Euro aus kommunalen Hilfsfonds.

Zu den 218 Angeboten im Bereich Früher Hilfen wurden weitere 404 Veranstaltungen rund um das Thema Sexualität vor allem an Schulen durchgeführt.

066-2012         11. Juli 2012

 

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