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Stand: 22.06.2017

Pressemitteilung

Feier des 100-jährigen Bestehens

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Anlässlich des Festaktes in der Kirche "Vom guten Hirten" in München-Haidhausen sprach Landes-Caritasdirektor Bernhard Piendl von der großen Idee, die bei der Caritas schon im Namen steckt: "Caritas heißt bekanntlich Liebe, Nächstenliebe. Aus dieser Idee beziehen wir auch heute und morgen unsere Identität." In der täglichen Arbeit gehe es darum, sich verschiedener Instrumente zu bedienen, um bestmöglich zu helfen. Aber: "Mit ihnen wollen wir keine Renditeerwartungen erfüllen oder Gewinn maximieren, sondern unsere Idee verwirklichen.

Ministerpräsident Seehofer dankte der Caritas und ihren zahlreichen Mitarbeitenden für ihre Arbeit: "Die Caritas ist das mitmenschliche Gesicht unserer Gesellschaft, Retter und Engel in der Not." Auch im politischen Prozess gebe die Caritas wertvolle Impulse: "Ich möchte mir ein Bayern ohne die Kirchen und Wohlfahrtsverbände nicht vorstellen. Als Anwalt der Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe müssen sie immer ihre Stimme erheben."

Beim vorherigen Festgottesdienst in der Kirche St.-Johann-Baptist in Haidhausen sprach der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, davon, dass Kirche und Caritas niemals getrennt betrachtet werden könnten. Das Reich Gottes blitze in dieser Welt auf, "wenn die Liebe vorbehaltlos geschenkt wird - insbesondere an die Armen und Schwachen, Kranken, Sünder, Gefangenen, wenn niemand ausgegrenzt oder übersehen wird", erklärte Kardinal Marx. Jesus Christus habe zum Vorschein gebracht, dass "Gottesliebe nie zu trennen ist von der Sorge um den Nächsten", so der Erzbischof. "Das ist die Grundlage der Caritas. Es geht um Heilung der Welt."

Prälat Peter Neher, der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, betonte diesen Aspekt im Hinblick auf die aktuellen Diskussionen rund um die Integration: "Sowohl der Blick in die biblischen Schriften als auch in die Geschichte des Christentums zeigen, dass das Christentum von Beginn an ein multikulturelles Experiment war. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Schichten fühlten sich von dem noch jungen Glauben angezogen. Ohne eine Offenheit für andere Kulturen, wäre das Christentum eine galiläische Sekte geblieben und nicht zu einer Weltreligion geworden. Eine Gesellschaft in der alle Menschen ihre eigene Lebensperspektive entwickeln und selbstbestimmt am sozialen Leben teilhaben können, ist deshalb ein zutiefst christliches Anliegen. Und wenn sie wollen, Teil einer christlich-abendländischen Leitkultur!"

Prof. Manfred Eder, der über die Geschichte der bayerischen Caritas habilitierte, erinnerte in seiner Festrede an die Gründung des "Caritasverband für das Königreich Bayern", der später als Deutscher Caritasverband - Landesverband Bayern e:V. neu errichtet wurde und seitdem die Interessen der bayerischen Caritas mit derzeit rund 180.000 Mitarbeitenden und rund 6.000 Einrichtungen und Diensten vertritt.

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Pressemitteilung: 100 Jahre Landes-Caritasverband

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