URL: www.caritas-bayern.de/beitraege/alles-halb-so-wild/63555/
Stand: 28.01.2016

Nachgefragt

Sucht im Alter

Alles halb so wild?

Mann mit grauen Haaren und SchnauzerSucht von alten Menschen ist ein Tabuthema.KNA / Oppitz

Wie zeigen sich Süchte im Alter?
Das ist sehr unterschiedlich. Ein Teil der Betroffenen hat bereits früher Erfahrungen mit einer Sucht gemacht, ein anderer Teil kommt erst durch die Krisen des Altwerdens damit in Kontakt. Häufige Auslöser für eine Suchkrankheit sind der Tod des Partners, die Leere nach dem Ende des Arbeitslebens, Einsamkeit oder Schmerzen. Alkoholismus und Tablettenabhängigkeit sind verbreitet.
Manche kommen durch das Genusstrinken zum Alkoholismus. Plötzlich ist es eben nicht mehr nur ein Glas Wein beim Mittagessen, sondern oft eine ganze Flasche, die man trinkt. Obendrein verträgt ein älterer Mensch weniger Alkohol als ein junger.

Das ist sehr unterschiedlich. Ein Teil der Betroffenen hat bereits früher Erfahrungen mit einer Sucht gemacht, ein anderer Teil kommt erst durch die Krisen des Altwerdens damit in Kontakt. Häufige Auslöser für eine Suchkrankheit sind der Tod des Partners, die Leere nach dem Ende des Arbeitslebens, Einsamkeit oder Schmerzen. Alkoholismus und Tablettenabhängigkeit sind verbreitet. Manche kommen durch das Genusstrinken zum Alkoholismus. Plötzlich ist es eben nicht mehr nur ein Glas Wein beim Mittagessen, sondern oft eine ganze Flasche, die man trinkt. Obendrein verträgt ein älterer Mensch weniger Alkohol als ein junger.

Auf welche Alarmsignale sollten Angehörige achten?
Das Problem ist, dass viele Auffälligkeiten der Sucht den üblichen Merkmalen des Alterns ähneln. Dazu gehören Stürze, unsicherer Gang, Unfälle, blaue Flecken. Süchtige alte Menschen ziehen sich zurück, weil sie sich schämen, sie verweigern Kontakt, zeigen Verwahrlosungstendenzen, manche magern stark ab.
Deshalb sollten Angehörige nicht wegschauen, wenn sie etwas irritiert. Zum Beispiel das zufällig entdeckte Alkoholversteck. Es hilft nicht, dann Entschuldigungen zu suchen nach dem Motto: Was soll’s, eine Flasche Wein ist doch nicht schlimm. Besser ist es, ein offenes Gespräch zu suchen, Beobachtungen und Sorgen zu benennen und Hilfseinrichtungen vorzuschlagen.

Ist Sucht im Alter ein gesellschaftliches Tabu?
Ja, es gibt eine Scheu und eine Verweigerung der Wahrnehmung. Manche sagen: "Jetzt lass doch dem Alten sein Schnäpschen!" Da fehlt die Sensibilität, was das für den Menschen bedeutet, der in diesem Kreislauf drin ist und dem die Wertigkeit seines Lebens entgleitet. Für viele zerbricht durch die Sucht ihre ganze Lebensbilanz.

Links

Drei Fragen an...

Wegsehen oder handeln?

Sucht bei Freunden und Kollegen

Selbst erlebt

Angehörige von Süchtigen

„Ich habe gelernt, für mich Sorge zu tragen“

Gut zu wissen

Umgang mit Abhängigen

Gut gemeint ist nicht immer gut geholfen

Gut zu wissen

Co-Abhängigkeit

Meine Rolle in der Partnerschaft finden

Selbst erlebt

Mein Traummann trinkt

Ich, er und der Alkohol

Nachgefragt

Sucht im Alter

Alles halb so wild?

Mann mit grauen Haaren und SchnauzerSucht von alten Menschen ist ein Tabuthema.KNA / Oppitz

Wie zeigen sich Süchte im Alter?
Das ist sehr unterschiedlich. Ein Teil der Betroffenen hat bereits früher Erfahrungen mit einer Sucht gemacht, ein anderer Teil kommt erst durch die Krisen des Altwerdens damit in Kontakt. Häufige Auslöser für eine Suchkrankheit sind der Tod des Partners, die Leere nach dem Ende des Arbeitslebens, Einsamkeit oder Schmerzen. Alkoholismus und Tablettenabhängigkeit sind verbreitet.
Manche kommen durch das Genusstrinken zum Alkoholismus. Plötzlich ist es eben nicht mehr nur ein Glas Wein beim Mittagessen, sondern oft eine ganze Flasche, die man trinkt. Obendrein verträgt ein älterer Mensch weniger Alkohol als ein junger.

Das ist sehr unterschiedlich. Ein Teil der Betroffenen hat bereits früher Erfahrungen mit einer Sucht gemacht, ein anderer Teil kommt erst durch die Krisen des Altwerdens damit in Kontakt. Häufige Auslöser für eine Suchkrankheit sind der Tod des Partners, die Leere nach dem Ende des Arbeitslebens, Einsamkeit oder Schmerzen. Alkoholismus und Tablettenabhängigkeit sind verbreitet. Manche kommen durch das Genusstrinken zum Alkoholismus. Plötzlich ist es eben nicht mehr nur ein Glas Wein beim Mittagessen, sondern oft eine ganze Flasche, die man trinkt. Obendrein verträgt ein älterer Mensch weniger Alkohol als ein junger.

Auf welche Alarmsignale sollten Angehörige achten?
Das Problem ist, dass viele Auffälligkeiten der Sucht den üblichen Merkmalen des Alterns ähneln. Dazu gehören Stürze, unsicherer Gang, Unfälle, blaue Flecken. Süchtige alte Menschen ziehen sich zurück, weil sie sich schämen, sie verweigern Kontakt, zeigen Verwahrlosungstendenzen, manche magern stark ab.
Deshalb sollten Angehörige nicht wegschauen, wenn sie etwas irritiert. Zum Beispiel das zufällig entdeckte Alkoholversteck. Es hilft nicht, dann Entschuldigungen zu suchen nach dem Motto: Was soll’s, eine Flasche Wein ist doch nicht schlimm. Besser ist es, ein offenes Gespräch zu suchen, Beobachtungen und Sorgen zu benennen und Hilfseinrichtungen vorzuschlagen.

Ist Sucht im Alter ein gesellschaftliches Tabu?
Ja, es gibt eine Scheu und eine Verweigerung der Wahrnehmung. Manche sagen: "Jetzt lass doch dem Alten sein Schnäpschen!" Da fehlt die Sensibilität, was das für den Menschen bedeutet, der in diesem Kreislauf drin ist und dem die Wertigkeit seines Lebens entgleitet. Für viele zerbricht durch die Sucht ihre ganze Lebensbilanz.

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Angehörige von Süchtigen

„Ich habe gelernt, für mich Sorge zu tragen“

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Meine Rolle in der Partnerschaft finden

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