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Stand: 28.01.2016

Gut zu wissen

Was ist Sucht?

(K)eine Lösung für meine Probleme

weißes Pulver in einer Reihe  mit 50-Euro-Schein zur Tüte gedrehtDrogen machen abhängig und können zu Schulden führen.Fotolia

Menschen können sowohl von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen abhängig werden, als auch von bestimmten Verhaltensweisen: Glücksspiel, Essen, Kaufen, Sexualität. Hauptsache, die Botenstoffe kommen dabei in Fahrt - und lösen Frust und Ärger des Alltags für einige schöne Momente scheinbar in Luft auf.

Es ist nie genug

Zum Problem wird das, wenn Menschen von diesem Genuss nicht genug bekommen können und ihn ständig brauchen. Der Körper hat sich bald an einen Suchtstoff oder ein bestimmtes Verhalten gewöhnt. Eine immer höhere Dosis muss her, um das gewünschten Glückslevel zu spüren. Der Süchtige verbringt mehr Zeit mit dem Computerspiel, trinkt immer mehr Bier oder Wein, nimmt öfter Ecstasytabletten oder Kokain.

Für eine gewisse Zeit ist der Mensch dann so, wie er sich das wünscht: stolzer Held der World of Warcraft, Spaßmacher an der Theke, unermüdliche Kreative im Büro. Doch die ständige Jagd nach dem Kick bestimmt mehr und mehr das Leben. Familie, Freundschaften, Arbeit und Schule - alles steht dahinter zurück. Die Sucht übernimmt still und heimlich die Hauptrolle im Leben. Sie macht es zum Scherbenhaufen: Glücksspieler stehen vor dem wirtschaftlichen Ruin, Internetsüchtige verlieren ihre Freunde, Alkoholiker brauchen den ersten Schluck schon vor dem Aufstehen.  

Der Weg hinaus

Sucht ist eine psychische Krankheit mit erheblichen körperlichen Folgen. Hört sich einfach an, war aber lange umstritten. Erst 1968 entschied das Bundessozialgericht, dass die Behandlung eines Abhängigen eine ganz normale Krankenbehandlung ist. Bis in die späten 50er Jahre galt eine Sucht in der Fachwelt eher als Zustand, der im labilen Charakter eines Menschen angelegt und damit nicht heilbar war.

Inzwischen weiß man: Es gibt sowohl Wege hinein in die Erkrankung, als auch viele Wege hinaus. Der erste Schritt auf diesem Weg ist die Selbsterkenntnis. Sie kann schmerzhaft sein. Doch bevor sich etwas ändern kann, muss der Abhängige sich selber eingestehen, dass ohne das Suchtmittel nichts mehr geht. Es hilft, den Rat von Menschen einzuholen, die einem nahe stehen, und zu einer Beratungsstelle zu gehen. Die Chance, mit professioneller Begleitung wieder gesund zu werden, ist bei Abhängigen übrigens hoch: Die medizinische Rehabilitation von Suchtkranken ist laut Deutscher Rentenversicherung die erfolgreichste aller Reha-Maßnahmen.

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Nachgefragt

Sucht im Alter

Alles halb so wild?

Drei Fragen an...

Wegsehen oder handeln?

Sucht bei Freunden und Kollegen

Service

Selbsttest Alkohol

Ein Bierchen in Ehren …

Video

Alkoholabhängigkeit

Alkohol – weniger ist besser

Selbst erlebt

Angehörige von Süchtigen

„Ich habe gelernt, für mich Sorge zu tragen“

Im Portrait

Franz vom Niederrhein

Mein Leben – eine Sucht

Was macht eigentlich...?

Drogenberatung

Der Einstieg zum Ausstieg aus der Sucht

Konkrete Hilfe

Flucht und Asyl

Was tut die Caritas in Deutschland für geflüchtete Menschen?

Flüchtling im Rollstuhl mit CaritasmitarbeiterinAm Ende zählt der Mensch: Caritasmitarbeiter(innen) helfen Flüchtlingen nicht nur bei der Erstversorgung.Deutscher Caritasverband / Fotograf: Harald Oppitz

Ziel ist, diesen Menschen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Viele von ihnen müssen dafür unmittelbar bei ihrer Ankunft erstversorgt und unterstützt werden. Aber sie benötigen auch mittel- und langfristig Beratung und Hilfe, die ihnen Perspektiven eröffnet.

Die Caritas bietet diese an und wirkt an der Gestaltung politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen mit.

Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren und Flüchtlingen ihren Start in Deutschland erleichtern wollen, werfen Sie einen Blick auf unsere Engagementkarte für Flüchtlingshelfer(innen) und lesen Sie unsere Tipps für freiwillige Flüchtlingshelfer(innen).

Akutversorgung
  • In der Akutversorgung von Schutzsuchenden ist unter anderem der Malteser Hilfsdienst, ein Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, aktiv. Daneben sind die Caritasverbände bundesweit und in besonderem Maße an den momentanen Drehkreuzen gefordert.
  • An verschiedenen Standorten betreiben die Caritasverbände Zeltdörfer und anderer Unterkünfte.
  • Mit der Bahnhofsmission ist die Caritas an der Versorgung von Schutzsuchenden an Bahnhöfen beteiligt.
  • Die Caritas koordiniert das Engagement von Ehrenamtlichen in der Akutversorgung.
  • Der Deutsche Caritasverband vermittelt Hilfsangebote verschiedener Unternehmen an Einrichtungen und Dienste vor Ort.
Mittel- und langfristig wirkende Unterstützung für Schutzsuchende

Ist die unmittelbare (Erst-)Versorgung sichergestellt, stellen sich für Schutzsuchende in Deutschland grundsätzliche Fragen, z. B.:

  • Wie läuft das Verfahren der Asylantragsstellung?
  • Wo werden Sprachkurse angeboten bzw. besteht Zugang zu Integrationskursen?
  • Wie ist der Zugang zum Arbeitsmarkt geregelt?
  • Wann kann eine Wohnung bezogen werden?

Antworten darauf erhalten Schutzsuchende in den Migrations- und Flüchtlingsdiensten der Caritas. Diese unterstützen sie bei der Vorbereitung und Durchführung des Asylverfahrens, aber auch bei der Integration.

Beratung im Asylverfahren
  • Wer einen Asylantrag stellen möchte, kann sich an die Asylverfahrensberatungsstellen der Caritas wenden. Diese helfen bei der Vorbereitung und Durchführung des Antrags sowie bei Fragen zum Aufenthaltsstatus. Damit tragen sie zu einer Verfahrensbeschleunigung bei.
  • Bei Fragen des Flüchtlings- und Ausländerrechts arbeitet die Caritas bundesweit mit rund 30 Rechtsanwält(inn)en zusammen. Diese beraten Schutzsuchende einzeln und in Gruppen.
  • Unabhängige Abschiebebeobachtungsstellen der Caritas an den Flughäfen in Frankfurt und Berlin wollen verhindern, dass Grund- und Menschenrechte durch die Abschiebung verletzt werden. Sie setzen dabei auch auf eine präventiv wirkende Deeskalation.
  • Die Beratungsstellen für Rückkehr- und Weiterwanderungsberatung des Raphaelswerks und der Caritas stehen bundesweit Schutzsuchenden ohne Bleiberecht zur Verfügung.
Betreuung
  • Das Therapiezentrum der Caritas für Folteropfer in Köln bietet traumatisierten Schutzsuchenden therapeutische und sozialarbeiterische Unterstützung. Weitere psychosoziale Zentren haben 2015 die Arbeit aufgenommen oder befinden sich im Aufbau.
  • Flüchtlingssozialdienste bieten insbesondere Information, Orientierung, individuelle Hilfen sowie Integrationsmaßnahmen für die Zeit des Aufenthalts und helfen Schutzsuchenden dabei, sich im Alltag zurechtzufinden.
  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge finden in Erziehungshilfeeinrichtungen in katholischer Trägerschaft und Trägerschaft der Caritas Unterstützung.
Beratung in der Integration
  • Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) in Trägerschaft der Caritas berät an 230 Standorten Migrant(inn)en, darunter Flüchtlinge nach ihrer Anerkennung sowie sogenannte Kontingent-Flüchtlinge.
  • An 110 Standorten beraten und begleiten Jugendmigrationsdienste in katholischer Trägerschaft junge Zuwanderer (auch Flüchtlinge) bis 27 Jahre.
  • Neben den Diensten und Einrichtungen, die für spezifische Fragen und Hilfen für Migranten und Flüchtlinge zuständig sind, stehen grundsätzlich auch alle anderen sozialen Dienste der Caritas in einschlägigen Fachfragen zur Verfügung.
  • Zahlreiche Projekte unterstützen Flüchtlinge beim Ankommen in Deutschland, z. B. in den Bereichen Schule, Ausbildung und Beruf, etwa durch Patenschaftsprogramme
Die Gesellschaft kontinuierlich in den Blick nehmen

Die Caritas tritt dafür ein, die große Aufnahme- und Hilfsbereitschaft in Deutschland zu erhalten. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die Unterstützung von Ehrenamtlichen, etwa durch Begleitung und durch Handreichungen mit regionalisierten Informationen. Die Caritas bemüht sich daneben um den Abbau von Sorgen und Vorbehalten gegenüber Schutzsuchenden, die einem friedlichen Miteinander und der Teilhabe von Schutzsuchenden entgegenstehen. Dazu gehört, dass Mitarbeitende im Zusammenhang mit der Eröffnung neuer Flüchtlingsunterkünfte auf Podiumsveranstaltungen und bei Bürgerversammlungen für ein Miteinander von Schutzsuchenden und Einheimischen werben. Dabei machen sie auch deutlich, dass die Arbeit der Caritas allen benachteiligten Menschen gilt und Arbeit mit Flüchtlingen nicht zu Lasten ihres Einsatzes für andere Gruppen geht.

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