URL: www.caritas-bayern.de/beitraege/wer-hilft-bei-welchem-problem/163730/
Stand: 28.01.2016

Konkrete Hilfe

Erziehung + Partnerschaft

Wer hilft bei welchem Problem?

Dass sich Eltern immer wieder Rat holen, ist normal. Meist bei Freunden oder Verwandten. Erzieherinnen in Kitas, Lehrer und Ärzte sind andere wichtige Ansprechpartner. Da man sich kennt und vertraut ist, fällt es leicht "ganz nebenbei" Erziehungsprobleme, Ärger in der Schule und anderes zu klären. Oft hilft schon das Gespräch von Mutter zu Mutter, eigene Schwierigkeiten besser einzuordnen.

Experten helfen in schwierigen Situationen

Manchmal brauchen Eltern und Kinder aber mehr. Zum Beispiel, wenn Probleme in der Erziehung nicht vorübergehend sind, wenn sich das Kind seltsam entwickelt oder die Eltern unter der dauernden Überlastung leiden. Oft dauert es länger, bis Mütter oder Väter in diese Richtung aktiv werden und bei Beratungsstellen anrufen. Manche haben Angst abgestempelt zu werden oder das Gefühl, eine Rabenmutter zu sein, wenn sie nicht alles alleine schaffen.

Lösen Sie sich von diesen Gedanken. Es geht um Sie und das Wohl Ihrer Kinder. Wir von der Caritas möchten Sie und Ihre Familie so früh wie möglich unterstützen. 

Hier finden Sie viele Angebote bei Erziehungs- oder Partnerschaftsproblemen:

Hilfen beim Familienstart
  • Rund 300 katholische Schwangerschaftsberatungsstellen bieten Ihnen neben vertraulichem Rat auch praktische und finanzielle Hilfen vor und nach der Geburt. Zu Fragen rund um die Schwangerschaft können Sie sich auch online beraten lassen. 
  • In Caritas-Geburtskliniken und Kinderkrankenhäusern treffen Sie ebenfalls auf Mitarbeitende, an die Sie sich mit Ihren Sorgen wenden können. Adressen finden Sie im Telefonbuch.
  • Mehr als 200 Erziehungsberatungsstellen der Caritas bieten Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern an - unter anderem für Eltern mit "Schreibabys". 
  • Sie haben Zweifel, ob sich Ihr Kind normal entwickelt weil es zum Beispiel zu spät oder zu wenig spricht, unruhig ist, wenig spielt, kaum auf Ansprache oder Anlächeln reagiert oder dem Lerntempo im Kindergarten nicht gewachsen ist? Wenden Sie sich an eine Beratungsstelle für Frühförderung. Adressen anderer Anbieter finden Sie im Familienratgeber oder bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung
  • In Eltern-Kind-Gruppen, Mini-Clubs, Spielgruppen, Mutter-Kind-Treffs und anderen Angeboten sammeln kleine Kinder erste soziale Erfahrungen und junge Eltern knüpfen neue Kontakte. Wo sie eine passende Gruppe finden erfahren Sie beispielsweise in den Familienbildungsstätten oder bei der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung
  • Sind Sie krank, ausgebrannt, am Ende Ihrer Kräfte? Bundesweit bieten rund 400 Beratungsstellen und 20 Fachkliniken unter dem Dach der Caritas Beratung, Vorsorge und Rehabilitation für Frauen und Männer, die eine Familie managen. Hier lesen Sie, wer diese spezielle Vorsorge / Reha (Kur) bekommt und was zu beachten ist. Informationen gibt es auch bei der KAG Müttergenesung.  
  • Betreut wohnen: Schwangere, Mütter oder Väter in Not können übergangsweise in Mutter-(Vater-)Kind-Einrichtungen ziehen. Dort werden Alleinerziehende mit Kindern unter sechs Jahren in der Wohnung betreut und beraten. Ziel ist, Krisen zu überwinden und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Weitere Informationen zu Mutter-Kind-Einrichtungen in katholischer Trägerschaft erhalten Sie beim Sozialdienst katholischer Frauen (sowie eine Liste bundesweiter Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen).
Erziehung und Alltag
  • Krippen, Tagesmütter, Kindergärten, Familienzentren, Familienbildungsstätten - die Caritas kümmert sich auch um Ihre Kinder. Adressen finden Sie hier
  • Probleme in der Familie, Stress mit den Kindern oder den Eltern, Ärger im Kindergarten oder der Schule, Unsicherheit bei der Erziehung? Die Erziehungs-, Familien- und Jugendberatung ist kompetent und kostenfrei. Die Experten der Beratungsstellen beantworten die Fragen von Kindern, Jugendlichen und Eltern auch in der Online-Beratung der Caritas.
  • Wenn Sie einmal krank sind oder in eine Kur gehen, übernehmen Familienpflegerinnen Ihren Haushalt, die Betreuung und Erziehung der Kinder sowie die Versorgung pflegebedürftiger Familienangehöriger. Adressen der Familienpflege
  • Wenn die Haushaltsführung und Kinderversorgung Sie komplett überfordert, wenn Sie dem Chaos nicht mehr Herr werden oder Sie mit Ihrem Monatsbudget nicht auskommen, könnte ein HaushaltsOrganisationsTraining® für Sie die richtige Hilfe sein.
  • Die Allgemeine Sozialberatung ist oft die erste Adresse für Menschen, die in Schwierigkeiten stecken. Die Beraterinnen und Berater helfen Ihnen dabei, Lösungen für Ihr Problem zu finden und können Sie bei Bedarf an andere Beratungsstellen weitervermitteln, beispielsweise an die Schuldnerberatung.
  • Fast alle Eltern fühlen sich gelegentlich (und manche ständig) unsicher oder überfordert bei der Erziehung ihrer Kinder. Einen Ausweg eröffnet ihnen Kess-erziehen, ein Kursprogramm an fünf Abenden für Eltern mit Kindern ab zwei Jahren.
  • Die Elternbriefe du + wir kommen kostenlos vier Mal im Jahr. Sie sind inhaltlich abgestimmt auf das jeweilige Alter des Kindes und beinhalten viele Erziehungstipps.
  • Einfach mal abschalten! Urlaub für die ganze Familie bieten die Familienferienstätten und Feriendörfer im Katholischen Arbeitskreis für Familienerholung e. V.
  • Die TelefonSeelsorge ist ein Beratungs- und Seelsorgeangebot der evangelischen und katholischen Kirche. Rund um die Uhr unter der  0800 111 0 111 oder 0800 111 0 22224 erreichbar.
Ehe und Partnerschaft
  • "Ich streite mich ständig mit meiner Partnerin" - "Mein Mann hat eine Andere" - "Seit das Kind da ist, läuft zwischen uns nichts mehr." Beschäftigen Sie sich mit ähnlichen Themen? Dann brauchen Sie jemand, der Ihnen hilft, neue Perspektiven zu entdecken. Dafür gibt es die 350 Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen
  • Beziehungskrisen haben Auswirkungen auf das gesamte Familiensystem. Es ist eine kluge Entscheidung, sich in dieser Lage Hilfe von außen zu organisieren. Hier finden Sie die Adressen der Paarberatungsstellen in Ihrer Nähe.
  • Alleinerziehend zu sein, ist Herausforderung und Chance. In der katholischen Kirche arbeiten Referentinnen und Referenten, die sich auf Alleinerziehenden-Seelsorge spezialisiert haben. Mehr dazu auf www.alleine-erziehen.de
  • Damit das Zusammenleben gelingt, müssen Paare miteinander reden. Dadurch wächst das Verständnis füreinander, für die unterschiedlichen Sichtweisen und Bedürfnisse. Wie das geht, lernen junge und erfahrene Paare bei Gesprächstrainings.
  • Ehe kann, muss aber nicht immer glücklich machen. Die Ehebriefe geben Paaren Tipps fürs Zusammenleben, regen an, die schönen Seiten der Beziehung bewusst zu leben, und machen Mut, in Krisen Hilfe zu suchen.

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Online und vor Ort

Erziehungs- und Familienberatung

Gut zu wissen

Baby und Co.

Frühe Hilfen für den Familienstart

Gut zu wissen

Baby und Co.

Frühe Hilfen für den Familienstart

Das Video zeigt, wie Frühe Hilfen bei der Caritas funktionieren.

Eine Familie zu haben, ist für viele etwas Schönes. Trotzdem kann die einen auch zur Verzweiflung bringen. Zum ernsten Problem wird es, wenn einem niemand mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn man noch keine Erfahrung hat und sich alleine fühlt.

Ein schreiendes Kind, Geldsorgen, eine zu kleine Wohnung, Beziehungskrach – wenn zu viel zusammenkommt, bringt ein Tropfen das Fass zum Überlaufen. Selbst Eltern, die ihr Kind von Herzen lieben, geraten dann in Gefahr, es aus Wut und Verzweiflung anzuschreien, zu schütteln und zu schlagen oder es allein zu lassen.

Deswegen ist es wichtig und völlig in Ordnung, in der Phase der Familiengründung Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Caritas bietet Ihnen solche Frühen Hilfen an. Damit es Ihnen wieder gut geht und Ihre Kinder gut aufwachsen. Von Anfang an.

Was sind Frühe Hilfen?

Frühe Hilfen nennen wir verschiedene, sich ergänzende Angebote für Schwangere, Eltern und Kinder. Fachleute und ehrenamtlich Engagierte unterstützen Sie bei der Bewältigung Ihres Alltags. Sie schreiben Ihnen nicht vor, wie ein "gutes Familienleben" aussieht, sondern orientieren sich an Ihren Bedürfnissen.

Ziel ist, Ihnen das Leben zu erleichtern, Sie bei der Gestaltung Ihrer familiären Beziehungen zu stärken und mit Ihnen zusammen die Entwicklung Ihrer Kinder zu fördern. Die Hilfen beginnen oft schon während der Schwangerschaft und dauern bis die Kinder drei Jahre alt sind – nach dem Motto: Anfang gut, alles gut.

Wer bekommt Frühe Hilfen?

Eltern mit BabyFrühe Hilfen können den gemeinsamen Start ins Familienleben erleichtern.DCV/KNA

Frühe Hilfen können alle Eltern nutzen. Die Caritas widmet sich besonders jenen, die mit Belastungen zu kämpfen haben. Vielleicht reicht das Geld nicht für vernünftige Winterkleidung? Sie haben keine Kraft, Ihren Kindern täglich eine warme Mahlzeit zu kochen? Sie wissen nicht, was Sie mit Ihrem Baby anfangen sollen? Sie fühlen sich von Ihrem Kind abgelehnt oder zurückgewiesen? Ihnen ist schon mal die Hand ausgerutscht? Denkbar ist vieles.

Um schwierige Situationen zum Guten zu wenden und Schlimmeres zu verhüten, dafür ist die Caritas da. Keiner wird Sie schief angucken, wenn Sie sich Rat holen. Im Gegenteil. Sie beweisen Mut, wenn Sie für sich und Ihre Kinder Hilfe annehmen. 

Welche Angebote für den Familienstart gibt es?

Rufen Sie bei der Caritas in Ihrer Nähe an (s. Suchbox Caritas-Adressen), um zu erfahren welche Angebote sie Ihnen machen kann. Ob bei der Schwangerschaftsberatung, in Erziehungskursen, bei der Familienpflege – die Fachleute der Caritas wissen, wie schwer der Familienstart sein kann und haben ein offenes Ohr für Sie. Die Beratungen sind vertraulich und für Sie kostenlos. Außerdem vermittelt die Caritas ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Ihnen als Familienpaten zur Seite stehen. Sie können sich auch online beraten lassen.

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