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Stand: 28.01.2016

Gut zu wissen

Baby und Co.

Frühe Hilfen für den Familienstart

Das Video zeigt, wie Frühe Hilfen bei der Caritas funktionieren.

Eine Familie zu haben, ist für viele etwas Schönes. Trotzdem kann die einen auch zur Verzweiflung bringen. Zum ernsten Problem wird es, wenn einem niemand mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn man noch keine Erfahrung hat und sich alleine fühlt. Ein schreiendes Kind, Geldsorgen, eine zu kleine Wohnung, Beziehungskrach – wenn zu viel zusammenkommt, bringt ein Tropfen das Fass zum Überlaufen. Selbst Eltern, die ihr Kind von Herzen lieben, geraten dann in Gefahr, es aus Wut und Verzweiflung anzuschreien, zu schütteln und zu schlagen oder es allein zu lassen. Deswegen ist es wichtig und völlig in Ordnung, in der Phase der Familiengründung Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Caritas bietet Ihnen solche Frühen Hilfen an. Damit es Ihnen wieder gut geht und Ihre Kinder gut aufwachsen. Von Anfang an.

Was sind Frühe Hilfen?

Frühe Hilfen nennen wir verschiedene, sich ergänzende Angebote für Schwangere, Eltern und Kinder. Fachleute und ehrenamtlich Engagierte unterstützen Sie bei der Bewältigung Ihres Alltags. Sie schreiben Ihnen nicht vor, wie ein "gutes Familienleben" aussieht, sondern orientieren sich an Ihren Bedürfnissen. Ziel ist, Ihnen das Leben zu erleichtern, Sie bei der Gestaltung Ihrer familiären Beziehungen zu stärken und mit Ihnen zusammen die Entwicklung Ihrer Kinder zu fördern. Die Hilfen beginnen oft schon während der Schwangerschaft und dauern bis die Kinder drei Jahre alt sind – nach dem Motto: Anfang gut, alles gut.

Wer bekommt Frühe Hilfen?

Eltern mit BabyFrühe Hilfen können den gemeinsamen Start ins Familienleben erleichtern.DCV/KNA

Frühe Hilfen können alle Eltern nutzen. Die Caritas widmet sich besonders jenen, die mit Belastungen zu kämpfen haben. Vielleicht reicht das Geld nicht für vernünftige Winterkleidung? Sie haben keine Kraft, Ihren Kindern täglich eine warme Mahlzeit zu kochen? Sie wissen nicht, was Sie mit Ihrem Baby anfangen sollen? Sie fühlen sich von Ihrem Kind abgelehnt oder zurückgewiesen? Ihnen ist schon mal die Hand ausgerutscht? Denkbar ist vieles. Um schwierige Situationen zum Guten zu wenden und Schlimmeres zu verhüten, dafür ist die Caritas da. Keiner wird Sie schief angucken, wenn Sie sich Rat holen. Im Gegenteil. Sie beweisen Mut, wenn Sie für sich und Ihre Kinder Hilfe annehmen. 

Welche Angebote für den Familienstart gibt es?

Rufen Sie bei der Caritas in Ihrer Nähe an, um zu erfahren welche Angebote sie Ihnen machen kann. Ob bei der Schwangerschaftsberatung, in Erziehungskursen, bei der Familienpflege - die Fachleute der Caritas wissen, wie schwer der Familienstart sein kann und haben ein offenes Ohr für Sie.
Beratungsstellen gibt es in vielen Orten und mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Beratungen sind vertraulich und für Sie kostenlos. Außerdem vermittelt die Caritas ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Ihnen als Familienpaten zur Seite stehen. Sie können sich auch online beraten lassen.

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Eine dunkelhäutige Familie in einer KindereinrichtungWer neu nach Deutschland kommt hat viele Fragen. DCV/KNA Harald Oppitz

Bundesweit berät die Caritas an 220 Orten erwachsene Zuwanderer über 27 Jahre. Für Jugendliche zwischen zwölf und 27 Jahren sind die rund 100 Jugendmigrationsdienste (JMD) der Caritas Ansprechpartner. Daneben gibt es an etwa 144 Orten eine spezielle Beratung für Flüchtlinge, Menschen, die illegal in Deutschland leben oder geduldet sind. 

Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, haben in Deutschland neben der normalen Existenzsicherung ein ganzes Bündel von zusätzlichen Fragen, Damit kommen sie  zur Migrationsberatung. Es geht um Aufenthalts- und Asylrecht, Flüchtlingsstatus und Duldung, Familienzusammenführung, Behandlung von Gewalttraumata, Arbeitserlaubnis, Wohnungssuche oder Einbürgerung. Gerade weil ihr Leben nicht geradlinig verläuft, häufen sich die Probleme. Hier einige Beispiele aus der Praxis:

  • Werden meine Berufsabschlüsse aus Kasachstan anerkannt? 
  • Ich bin wegen meines deutschen Mannes aus der Türkei gekommen und nun steht die Ehe kurz vor der Scheidung - muss ich Deutschland verlassen, weil ich kein eigenes Aufenthaltsrecht habe? 
  • Ich bin vor vielen Jahren dem bosnischen Bürgerkrieg entflohen, bekomme eine Duldung nach der nächsten, aber was ich eigentlich brauche, ist eine berufliche Perspektive um meine Tochter und mich ernähren zu können. 
  • Ich habe meinen Integrationskurs abgebrochen, weil es zu schwierig war. Habe ich dadurch Nachteile und kann ich abgeschoben werden? 
  • Bekomme ich als Flüchtling Hartz IV und was heißt das?
  • Wo kann mein Kind Nachhilfe bekommen?
  • Ich suche einen Ausbildungsplatz, wie geht das in Deutschland?

Gemeinsam mit den Ratsuchenden versuchen die Beraterinnen und Berater Schritt für Schritt Lösungen zu erarbeiten. Hilfreich ist, dass die Beratungsstellen meist in kommunale Integrationsnetze eingebunden sind und Kontakte zu Behörden, Jobcentern, Rechtsanwälten oder Familienberatungsstellen haben. Auch wer sich entscheidet, in sein Heimatland zurück zu kehren, bekommt Rat und Hilfe.

Kultur und Begegnung ermöglichen

Die Migrationsberatungsstellen schulen und qualifizieren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, sie organisieren Gesprächskreise für Migranten und veranstalten Kultur- und Bildungsangebote. Behörden, Betriebe, Verbände, Vereine und Kirchengemeinden werden von den Beraterinnen und Beratern unterstützt, wenn sie sich auf die Vielfalt der Menschen, die zu ihnen kommen, besser einstellen wollen.

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