Suchtprävention
Projekt "mindzone"
Als Präventionsprojekt wurde "mindzone" 1996 vom Landes-Caritasverband Bayern e.V. in Verbindung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz gegründet. Inzwischen wird das Projekt vom LCV Bayern e.V. koordiniert, von unterschiedlichen Trägern angeboten und vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Prävention finanziert.
"mindzone" ist Bayernweit im Einsatz. Schwerpunkte sind München, Regensburg, Würzburg, Augsburg, Rosenheim und Traunstein.
Zielsetzung
"mindzone" steht für innovative Suchtprävention, die auf die aktuellen Bedürfnisse und Lebenswelten von Jugendlichen zugeschnitten ist. Es richtet sich an junge Partygänger im Alter zwischen 13 und 29 Jahren. Diese können sich bei "mindzone" über die psychischen und physischen Gefahren des Konsums von Partydrogen, Abhängigkeit, Gesundheit informieren. Ziel ist es für den Umgang mit legalen Substanzen (Nikotion, Alkohol, Cannabis) und illegalen Partydrogen (z.B. Ecstasy, Speed, Kokain, LSD, etc.) sensibilisieren, ein Problembewusstsein schaffen und die Eigenverantwortung der Konsumierenden stärken. Um dies zu erreichen ist "mindzone" mit Infoständen und Mitmach-Aktionen präsent auf Partys Open-Airs und Festivals. Mit seinen Aktionen erreicht "mindzone" rund 80.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Jahr.
Peer-to-Peer-Ansatz
Das Besondere am "mindzone"-Konzept ist der sogenannte Peer-to-Peer-Ansatz. Hierfür werden gleichaltrige Szenegänger*innen (sog. Peers) von sozialpädagogischen Fachkräften zunächst speziell geschult und anschließend in die Projektarbeit miteinbezogen. Die Arbeit mit Peers verschafft der Präventionsarbeit ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Akzeptanz. Momentan engagieren sich bayernweit über 80 Jugendliche ehrenamtlich für "mindzone".
Arbeitsfelder
- Szenenahe Vor-Ort-Prävention mit Infostand
- Kostenlose Mitmach-Aktionen (Fragequiz, Airbrush-Tattoos, etc.)
- Individuelle Erstberatung mit Weitervermittlung an Beratungsstellen
- Online-Beratung
- Verteilung von Info-Materialien
- Vorträge und Fortbildungen für Multiplikatoren
- Fortbildung von Fachkräften aus Sucht- und Jugendarbeit
- Lehrerworkshops und Elternarbeit
- Kooperation mit Discothekenbetreibern und Partyveranstalter