München. „Auswärts Zuhause.“ Unter diesem Motto haben die katholischen
Jugendwohnheime in Bayern eine Informationskampagne gestartet, um auf ihre
Wohnangebote für Auszubildende hinzuweisen. Mit Flyern, Plakaten und einem
Internetauftritt (www.auswaerts-zuhause.de) wollen die
Heime Jugendliche, Eltern, Schulen, Arbeitsagenturen und Firmen erreichen. „Am
teueren oder fehlenden Wohnraum darf keine Ausbildung scheitern“, sagte
Landes-Caritasdirektor Prälat Karl-Heinz Zerrle in München. In Bayern haben
Tausende von jungen Menschen noch keinen Ausbildungsplatz im Herbst. Die
regionalen Ausbildungsbedingungen sind nach den Erfahrungen der Caritas sehr
unterschiedlich. Während es in manchen Bezirken kaum noch Ausbildungsplätze
gibt, sind in den Regionen um München, Freising und Landshut noch Ausbildungsplätze
frei. Dazu aber müssen die jungen Menschen umziehen. Angst davor, in einer
fremden Umgebung ganz allein zu sein muss niemand haben. In den katholischen
Wohnheimen werden junge Menschen zur Selbständigkeit angehalten, sie haben
persönlich alle Freiheiten, viele Freizeitangebote und die Möglichkeit zum
Kontakt mit Gleichaltrigen. Außerdem ist eine sozialpädagogische Begleitung
gewährleistet. Dass sich das Wohnen im Heim auch sonst lohnt, zeigt ein Blick
in die Statistik. Rund ein Viertel der Auszubildenden bricht die Ausbildung ab.
„Bei unseren Bewohnern ist die Abbruchquote gleich Null“, sagt der Leiter des
Jugendwohnheims in Landshut, Ulf-Arne von Trotha. Er kennt die Sorgen der
Eltern, wenn ihre Kinder mit 15 oder 16 Jahren in eine fremde Umgebung ziehen
sollen. Aber er appelliert an sie: „Verbaut eueren Kindern die Zukunft nicht.
Lasst sie gehen, bei uns finden sie ein Zuhause.“
In Bayern sind an der Aktion 14 katholische Heime unter anderem in Landshut,
München, Nürnberg Passau, Regensburg und Würzburg beteiligt. Sie bieten rund
2000 Plätze an.
Informationen: Ulf-Arne von Trotha, Telefon: 0871/92343-0,
vontrotha@auswaerts-zuhause.de
Pressemitteilung
Auswärts Zuhause
Erschienen am:
17.07.2006
Beschreibung