München. Der
Bundesfreiwilligendienst nimmt allmählich Fahrt auf. Nach zögerndem Beginn
melden sich nun immer mehr Freiwillige an. Bei Kirche und Caritas in Bayern
haben sich bis Anfang September etwa 300
Bundesfreiwilligendienstleistende
beworben. Das teilte der Landes-Caritasverband Bayern mit. Die Tendenz sei
weiterhin stark steigend, die Nachfrage überall in Bayern groß. Michael Kroll
vom Landes-Caritasverband: „Das liegt anscheinend vor allem daran, dass sich
viele Abiturientinnen und Abiturienten, die keinen Studienplatz bekommen haben,
melden.“ Etwa zehn Prozent der
Freiwilligendienstler
seien über 27 Jahre alt. Die Freiwilligen werden vor allem in Einrichtungen der
Alten- und Behindertenhilfe eingesetzt, aber auch in Pfarreien, Kindertagesstätten
und bei der Bahnhofsmission. Von einer Ersetzung der Zivildienstleistenden
könne man freilich noch lange nicht sprechen, sagt Kroll. Vor einigen Jahren
leisteten jährlich rund 1.900 junge Männer bei der Kirche und der Caritas ihren
Zivildienst, „dagegen sind die 300 Bundesfreiwilligendienstleistenden natürlich
nur ein Anfang. Aber wir werden unsere Werbung verstärken und sind weiter
optimistisch.“ In besonderer Weise setzt der Landes-Caritasverband auch
weiterhin auf die jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten
möchten. Kroll:
„Im Moment bieten wir in
Kirche und Caritas zusammen mit unseren Partnern, dem Bund der Deutschen
Katholischen Jugend und IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit, im Freiwilligen
Sozialen Jahr
bayernweit
400 Plätze an, die bereits
restlos ausgebucht sind.“
Für Fragen steht Michael Kroll,
Referent beim Landes-Caritasverband Bayern, zur Verfügung: 089 54497-140 oder
0175 4378806.