München. Die bayerische Caritas will ihre Stromspar-Checks ausbauen.
So steht das Angebot nun auch
einkommensschwachen
Haushalten
im Landkreis Starnberg zur Verfügung. Das Ostallgäu und Weißenburg
sind in der Planung des Projektes. Sie haben bereits mit der Schulung von
Teilnehmern begonnen.
Langzeitarbeitslose Menschen erhalten im Rahmen einer
Beschäftigungsfördermaßnahme einen Arbeitsplatz und werden zu fachkundigen
Stromsparhelfern ausgebildet. Mit diesem Know-how ausgestattet suchen sie in
Haushalten mit geringem Einkommen nach „Stromfressern“ und tauschen diese gegen
Energiesparartikel aus, die vom Bundesministerium für Umwelt kostenlos zur
Verfügung gestellt werden. Hierzu zählen zum Beispiel Energiesparlampen,
schaltbare
Steckerleisten
und
Wasserperlatoren
.
Landes-
Caritasdirektor
Prälat Karl-Heinz Zerrle betont,
dass das Projekt eine sozialpoltische Maßnahme mit einer umweltpolitischen
verknüpft: „Die Schulung von Langzeitarbeitslosen stärkt deren Chancen auf dem
Arbeitsmarkt. Zugleich entlastet die Hilfe bei der Senkung der Stromkosten Haushalte
mit geringem Einkommen.“ So werden Kosten von durchschnittlich 100 Euro pro
Jahr und Haushalt eingespart. In Einzelfällen sind es sogar bis zu 250
Euro pro Jahr. Jede eingesparte Kilowattstunde bedeutet eine Verringerung der
CO
2
-Emissionen und ist daher ein Gewinn für die Umwelt. L
angfristiges Ziel ist es, die
„Stromspar-Checks“ flächendeckend in ganz Bayern anzubieten. Die Caritas
befindet sich dabei auf einem guten Weg: Die Landkreise Weilheim und Ingolstadt
meldeten ebenfalls bereits Interesse an dem Projekt an.
D
ie „Stromspar-Checks“ sind eine Initiative
des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbands der Energie- und
Klimaschutzagenturen in Deutschland. Sie starteten im Jahr 2009 in 59 deutschen
Städten und Gemeinden. Darunter befinden sich auch Großstädte wie Düsseldorf,
Frankfurt am Main oder Berlin. Da sich das Programm sozial- wie umweltpolitisch
als Erfolg erwies, wurde es über die Jahre ausgeweitet, sodass inzwischen arme
Menschen in allen Bundesländern den Stromsparcheck in Anspruch nehmen können. In
Bayern gibt es bisher in 14 Landkreisen „Stromspar-Checks“ der Caritas: In München,
Augsburg,
Kelheim
, Straubing, Landshut, Rosenheim,
Amberg, Fürth, Forchheim, Cham, Würzburg, Neumarkt in der Oberpfalz, Starnberg und
in Neu-Ulm. So bekamen
bayernweit
in den ersten drei
Quartalen dieses Jahres 790 Haushalte Besuch von Stromsparhelfern. Sie haben
Strom- und Wasserverbrauch in jeder Wohnung gemessen, installierten Strom- und
Wassersparartikel und haben mit den Bewohnern individuell die
Einsparmöglichkeiten besprochen. Ziel ist, auch in 2012 wieder eine große
Anzahl von Haushalten beim Strom- und Wassersparen zu unterstützen.
Kontakt:
Barbara
Kalker
0177 8896464
info@barbara-kalker.de
http://www.stromspar-check.de/