München.
Eigentlich wird er erst am 19. März gefeiert: der heilige Josef, Schutzpatron
der Handwerker. Doch seit die Katholische Jugendsozialarbeit den
Josefstag
vor einigen Jahren entdeckt hat, um an ihm
bundesweit Verantwortliche aus Kirche und Politik in Kontakt zu bringen mit
Jugendlichen in ihren Einrichtungen zur beruflichen Integration, zieht sich das
Ereignis „
Josefstag
“ durch den gesamten März.
Bereits am 9.
März 2010 eröffnete Bischof Dr. Walter
Mixa
in der Handwerkskammer
Augsburg eine von der Jugendsozialarbeit aus Anlass des
Josefstags
zusammengestellte Ausstellung mit Fotos und Texten junger Menschen. In dieser
großformatigen Ausstellung bringen die jungen Menschen ihre Lebenswege, ihre
Hoffnungen und Sorgen auf ihrer „Entdeckungsreise in die Arbeitswelt“, so der
Titel der Ausstellung, in eindringlicher Form auf den Punkt. Bischof
Mixa
ermutigte die jungen Menschen, ihr Leben in die Hand
zu nehmen, auf sich selbst und auf Gott zu vertrauen: „Jeder von euch hat eine
eigenständige Würde, die euch niemand nehmen kann.“
Die
Katholische Jugendsozialarbeit hat in diesem Jahr das Problem der Jugendarmut
in den Mittelpunkt des Josefstages gestellt: „Auch im reichen Bayern sind viele
Jugendliche zunehmend von Armut bedroht. Ohne Schulabschluss, ohne Ausbildung,
in Hartz IV
auf Null
Euro sanktioniert rutschen junge
Menschen ganz schnell in ein Leben ohne Perspektiven. Sie haben alleine kaum
Chancen, sich aus einem solchen Abwärtsstrudel zu befreien. Sie brauchen unsere
Hilfe und die der Gesellschaft, weil es zu einfach ist zu sagen, Jugendliche
seien an ihrem Schicksal selber schuld“, so Pater Franz-Ulrich Otto SDB,
Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit in
Bayern. „Jugendliche in Armut brauchen Menschen und Strukturen, die ihnen
helfen und die ihnen immer wieder vermitteln, dass sie etwas wert sind und dass
es sich lohnt, auf sich selbst zu vertrauen. Die Einrichtungen der
Jugendsozialarbeit leisten hier sehr viel, doch allzu oft fehlt es an gut
aufgestellten Anlaufstellen für diese jungen Menschen.“
Rund um den
Josefstag
2010 finden in München und Würzburg, in Bad
Neustadt, Weißenburg und Regensburg und an anderen Orten in Bayern vielfältige
weitere Aktionen statt. So besucht der Würzburger Weihbischof Ulrich Boom am
11. März die Caritas-Don-Bosco Berufsschule in Würzburg; Diözesan-Jugendpfarrer
Tom
Pinzer
wird am 18. März zu Gast sein in der
Lernwerkstatt Regensburg; der Landtagsabgeordnete Volkmar
Halbleib
diskutiert ebenfalls am 18. März mit der
Kolpingjugend
Würzburg.
Weitere
Informationen zu Hintergründen und Terminen sind zu finden in
www.josefstag.de
.
Für Fragen
steht Michael Kroll, Geschäftsführer der LAG KJS Bayern, zur Verfügung: 089
54497-140 oder 0175 4378806.
Unter dem Dach der
Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit in Bayern (LAG KJS
Bayern) versammeln sich die landesweiten, kirchlich getragenen Organisationen
der Jugendsozialarbeit wie die Caritas,
Kolping
, die Katholische
Jugendfürsorge, IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit oder der Orden der
Salesianer Don
Boscos
. In deren Einrichtungen und
Diensten erhielten im abgelaufenen Ausbildungsjahr rund 20.000 junge Menschen
Hilfen bei der Eingliederung in Ausbildung und Beruf; 22.000 Jugendliche
bewohnten Jugendwohnheime, 2.500 junge Migranten nahmen die Angebote der
Jugendmigrationsdienste in Anspruch. Daneben konnte eine ungezählte Zahl von
Jugendlichen in hunderten von Schulklassen von den Projekten der Schulbezogenen
Jugendsozialarbeit profitieren.