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Stand: 07.09.2018

Pressemitteilung

Steigende Zugriffszahlen

Digitalisierung wird in der Suchtberatung immer wichtiger

Diese Bilanz zog Sonia Nunes, Projektleiterin bei MINDZONE, angesichts der steigenden Zugriffszahlen auf die Website des Projekts www.mindzone.info. "Uns geht es nicht darum, Drogenkonsum zu verharmlosen. Für uns sind aber "Safer Use-Hinweise" und "Harm-Reduction" die wichtigsten Ansätze, um Drogenrisiken zu reduzieren. Denn gerade bei synthetischen Drogen ist oft nicht klar, welche Wirkstoffe genau enthalten sind." Das Projekt MINDZONE engagiert sich seit 23 Jahren in der Prävention und ist insbesondere in der Partyszene mit sog. Peer-Beratern unterwegs.

Die Angebote von MINDZONE zielen darauf ab, dass Konsumenten eine niederschwellige und vertrauliche Möglichkeit haben, sich über Drogenrisiken zu informieren: "Mit unserer mobilen Smartphone-App "sauberdrauf!" können Konsumenten aktuelle Substanzwarnungen abrufen und sofort checken, was sie gerade dabei sind einzunehmen oder im Drogennotfall Hilfe holen. Aber nicht nur Konsumenten profitieren von unserer Informationsplattform, auch Fachkräfte in der Beratung und Notärzte haben eine Plattform, auf der sie wichtige Substanzinformationen erhalten und vor neuartigen, unkalkulierbaren Substanzen gewarnt werden."

Mit dem vor einem guten halben Jahr gestarteten Informationsportal www.infoboerse-neue-drogen.de, das vom bayerischen Gesundheitsministerium gefördert wird, informiert MINDZONE über den unübersichtlichen und schnelllebigen Markt der "Neuen psychoaktiven Substanzen" (NpS). Nunes unterstreicht: "Da die meisten dieser Substanzen weitgehend unerforscht sind, gehen Konsumenten unkalkulierbare, gesundheitliche Risiken ein. Lebensgefährliche Vergiftungen und Überdosierungen sind die Folge."

Unter dem Motto "sauberdrauf!" informiert MINDZONE, ein Projekt des Landes-Caritasverbandes Bayern  bereits seit 23 Jahren an sieben Projektstandorten über Suchtrisiken und Partydrogen. MINDZONE genießt in der Partyszene einen hohen Bekanntheitsgrad und große Akzeptanz. In ganz Bayern führen ehrenamtliche und speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (sog. Peers) Vor-Ort-Aktionen mit einem mobilen Infostand durch. Die Beratungsgespräche finden unter Gleichaltrigen auf Augenhöhe statt. MINDZONE setzt dabei nicht auf den erhobenen Zeigefinger, sondern regt zum Nachdenken an, schafft eine Diskussionsgrundlage, wirbt für Gesundheit und stellt somit sicher, dass der Drogenkonsum in der Partyszene nicht einfach als Selbstverständlichkeit hingenommen wird.

Ansprechpartnerin: Sonia Nunes, Tel: 089 / 51 65 75 33, E-Mail: sonia.nunes@mindzone.info

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