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Pressemitteilung

Wider die Ökonomisierung der Caritas

Bericht über eine Tagung der Theologinnen und Theologen in der bayerischen Caritas

Erschienen am:

19.02.2003

  • Beschreibung
Beschreibung

Bericht über eine Tagung in Benediktbeuern am 17. und 18. Februar 2003 - Die Theologinnen und Theologen der Caritas mischen mehr sich in die Sozialpolitik und die Verbandspolitik ein - Kritik an der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit - Aufruf zu solidarischer Sozialpolitik statt neoliberalem Sozialabbau

März 2003. Eine ganz gewöhnliche Referentenkonferenz im Landes-Caritasverband Bayern. Thema: Steigende finanzielle Probleme der Caritas-Einrichtungen. Die Diskussion ist deprimierend. Die Mütter-Kur-Häuser stehen auf dem Spiel. Die Krankenkassen zahlen nicht einmal mehr den Tagessatz, den sie selber zugesagt haben. In der ambulanten und stationären Pflege wird der Minutentakt immer mehr zum Alltag. Aber nicht einmal dafür gibt es kostendeckende Gebühren. Behinderteneinrichtungen sind seit Jahren durch real sinkende Kostenerstattung der öffentlichen Kostenträger gezwungen, die Qualität zu senken: Freie Stellen werden verzögert, statt Fachleuten werden billige Hilfskräfte eingesetzt. Die Finanzierung der Sozialpsychiatrischen Dienste ist nicht gesichert, ab Januar 2003 haben sich die Krankenkassen zurückgezogen. Und so weiter... In Leitbildern der Caritas ist die Rede von hoher fachlicher Qualität, vom christlichen "Mehr", von christlicher Motivation, von der Option für die Armen in der Nachfolge Jesu Christi. Im Alltag freilich müssen die hehren Worte immer häufiger in der Schublade bleiben. Nicht weil es nicht mehr genug christlich motiviertes Personal gäbe, sondern weil die Leitungen von den Kostenträgern und der Politik immer mehr gezwungen werden, die Arbeit ihrer Einrichtungen nur noch unter rein ökonomischen Aspekten zu sehen. Nicht was hilfsbedürftige Menschen brauchen, steht seit Jahren im Mittelpunkt der staatlichen Sozialpolitik, sondern das, was sie kosten. Besonders sensibel reagieren immer mehr Theologinnen und Theologen in der Caritas auf diese Entwicklung. Zum ersten Mal haben sich 20 bayerische Theologinnen und Theologen zu einem "Werkstattgespräch" im Kloster Benediktbeuern getroffen. Sie arbeiten zum großen Teil an sozialen Brennpunkten der Gesellschaft: in der Kinder-und Jugendhilfe, in der Seelsorge für Menschen mit Behinderung, Migranten, Arbeitslosen, in der Seelsorge für Mitarbeiter. In Benediktbeuern redeten sie Klartext.

Die zunehmende Dominanz der Ökonomie über die Theologie in den kirchlichen Einrichtungen, werde, so hieß es, nicht nur zu einer Minderung der fachlichen Qualität in der Betreuung, Pflege und Beratung von hilfsbedürftigen Menschen führen. Sie führe zwangsläufig auch zu einer Säkularisierung der Caritas und der Kirchlichen Träger in der Sozialen Arbeit. Denn traditionelle, aus dem christlichen Glauben abgeleitete Werte würden "unter dem Diktat ökonomischer Sachzwänge zermalmt. Die Gestaltung sozialer Dienstleistungen erfolgt fast ausschließlich unter dem Kosten-Nutzen-Kalkül." So fasst der Pastoraltheologe Professor Dr. Martin Lechner nach zwei Tagen den Grundtenor zusammen. Lechners Lehrstuhl an der Philosophisch-theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern hat die Tagung zusammen mit dem "Arbeitskreis Theologinnen und Theologen in der Caritas" organisiert.

Falsche Auswege aus der Krise

Wie soll die Caritas regieren? Einen Rückzug auf nur noch öffentlich refinanzierte Dienste lehnte nicht nur Bayerns Landes-Caritasdirektor Prälat Karl-Heinz Zerrle ab: "Wer soll denn dann die Leute versorgen, wenn wir sie allein lassen?" fragte er in Benediktbeuern. Außerdem setze die Caritas mit einem solchen Konzept, nur noch "marktfähige Dienste" zu erbringen, ihre weltanschauliche Identität, ihre Werte und nicht zuletzt ihr entscheidendes Thema, nämlich die Armen, aufs Spiel.

Den derzeit auch bei der Caritas diskutierten Ausweg, bei den Gehältern des Personals zu sparen und den Abschluss des Öffentlichen Dienstes nicht zu übernehmen, beurteilten manche der Diskutierenden skeptisch. Das ziehe nämlich die Flucht aus dem Beruf nach sich und verschärfe vor allem in den Pflegeeinrichtungen die ohnehin prekäre Personalsituation. Außerdem dürften gerade die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht unter einer verfehlten, unsolidarischen Sozialpolitik des Staates leiden. Die Theologen mahnten deshalb eine lautstarke Einmischung der Kirche und ihrer Caritas in die Sozialpolitik an, die auf den Prinzipien der Katholischen Soziallehre zu beruhen habe. Statt dessen würden leider auch von manchen Dienstgebern im kirchlichen Bereich "naiv und kritiklos neoliberale Sprüche nachgebetet", sagte ein Teilnehmer in Benediktbeuern. Dabei müsse man doch wissen, dass diese Politik überall die Kluft zwischen Arm und Reich noch verschärft habe, ohne Arbeitslosigkeit nachhaltig abzubauen.

Caritas ist kein "Vorfeldbereich" der Pastoral

Als eine zweite Problemanzeige wurde von den Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmern die Trennung von Pastoral und Caritas diskutiert. Nach wie vor gebe es in der Katholischen Kirche eine tiefe, strukturelle und inhaltliche Kluft zwischen beiden Bereichen. Es sei festzustellen, dass vielen in der Kirche die Tätigkeit in Kirche und kirchlicher sozialer Arbeit als eine "Vorfeldtätigkeit" der Pastoral gelte, die den "eigentlichen" Aufgaben der Seelsorge untergeordnet sei. Diese Mentalität blockiere eine kirchliche Identitätsfindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Demgegenüber sprachen sich die Theologinnen und Theologen in Benediktbeuern für eine pastorale Wertschätzung des Dienstes der Sozialberufe als "Tatzeugnis" des Evangeliums aus. Wer die Frohe Botschaft mittels kompetenter Sozialarbeit und mitmenschlicher Solidarität im täglichen beruflichen Umgang mit Armen, Leidenden und Benachteiligten bezeuge, verdiene in der Kirche eine ebensolche Wertschätzung wie jene, die den Glauben durch Seelsorge oder Unterricht verkündeten.

Theologen wollen sich einmischen

Die Theologinnen und Theologen müssen sich, so die einhellige Meinung in Benediktbeuern, stärker als bisher in die Konzeption und die Entscheidungen der Caritas einmischen.

Sie wollen, erstens, in den überall laufenden Qualitätsentwicklungsprozessen mitwirken, "um von einer Präambel-Theologie, die meist in schöne Worte verkleidet in Leitbildern und Qualitätskonzepten vorangestellt wird, zu einer integrierten Theologie zu kommen. Diese partizipiert kontinuierlich am Prozess der Qualitätsentwicklung, bringt theologische Urteilskriterien konstruktiv-kritisch zur Sprache und buchstabiert christliche Werte als Qualitätsmerkmale sozialer Dienstleistung." (Lechner) Heute gehe es darum, der drohenden Identitätskrise kirchlicher Sozialer Arbeit durch eine ganzheitliche Sicht sozialer Qualität entgegenzuwirken, in der die Ökonomie zwar eine wichtige, aber keinesfalls die alles beherrschende Rolle spiele. Zentrale Gehalte des christlichen Glaubens wie Barmherzigkeit, Menschlichkeit, Begegnung und Solidarität müssten als entscheidende Qualitätsmerkmale von Caritas reformuliert werden.

Die Theologinnen und Theologen wollen, zweitens, darauf hinwirken, dass bei wichtigen Entscheidungen über den Ausbau oder den Rückbau sozialer Dienstleistungen von Caritas und anderen kirchlichen Trägern künftig auch explizit die theologische Perspektive neben der ökonomischen und sozialpädagogischen Sicht zum Tragen kommt. "Das kann spannend werden, wenn man die oft behauptete kirchliche Option für die Armen als Entscheidungskriterium heranzieht", sagte ein Theologe in Benediktbeuern, und fügte skeptisch hinzu: "Weiß unsere Kirche eigentlich, dass sie sich mit dieser Option auch finanziell in die Pflicht genommen hat?" Die Theologinnen und Theologen jedenfalls möchten künftig mehr in Managementstrukturen und Entscheidungsprozesse eingebunden werden, um ihre Sicht Gottes, des Menschen und der Welt zur Sprache bringen zu können.

Drittens wollen die Theologinnen und Theologen eine Bündnispartnerschaft mit den Sozialberufen suchen. Die kirchliche Identitätsfindung und eine spirituelle Formation der Sozialberufe in der Caritas sehen sie als eine zentrale Aufgabe in einer Zeit, in der kirchliche Soziale Arbeit nicht mehr nur durch Priester und Ordensleute, sondern überwiegend von Laien getragen werde. Lechner: "Wenn die Person des Mitarbeiters und der Mitarbeiterin als Dreh-und Angelpunkt der Qualität einer sozialen Dienstleistung gilt (darüber sind sich alle Experten einig),dann muss im Rahmen von Qualitätsentwicklungen auch der Persönlichkeitsbildung und darin eingeschlossen der spirituellen, kirchlichen Formation ein gebührender Raum eingeräumt werden. Wie dies heute in verantworteter, freiheitlicher Weise geschehen kann, muss intensiv reflektiert und konzipiert werden."

Die bayerischen Theologen werden sich in diesen Prozess einmischen. Ihr nächstes Treffen in Benediktbeuern gilt der Entwicklung theologischer Qualitätskriterien in der Sozialen Arbeit.

BERND HEIN