URL: www.caritas-bayern.de/beitraege/gemeinsam-heimat-sein/1443490/
Stand: 28.01.2016

Veröffentlichung 2019

Gemeinsam Heimat sein

Der Zusammenhang zwischen Migration und Entwicklung am Beispiel Deutschlands.

München, 13.05.2019. Migration und Entwicklung sind zwei Begriffe, die populärer nicht sein könnten. Dass es eine Beziehung zwischen den beiden Prozessen gibt, ist inzwischen ein gängiges Thema in der Diskussion unter Forschern, Politikern und Praktikern. Dennoch ist es recht schwierig nachzuvollziehen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen.

Dem Landes-Caritasverband Bayern ist es, im Rahmen des EU-Projekts MIND, gelungen einen wissenschaftlichen Beitrag zu dieser Thematik zu leisten. Gemeinsam mit Dr. Annett Fleischer, Caritas Europa und Global Migration Policy Associates, ist die Publikation "Das gemeinsame Zuhause" in der Edition Common Home für Deutschland entstanden. Anhand der Quellen und durch eine Vielzahl an Interviews mit Praktikerinnen und Praktikern aus diesen Bereichen, will die Studie eine Grundlage schaffen, um das öffentliche Verständnis für den Zusammenhang zwischen universeller nachhaltiger Entwicklung und Migration in Deutschland und in ausgewählten Entwicklungsländern zu verbessern. Des Weiteren werden deutsche Beiträge zur Entwicklungszusammenarbeit und das verstärkte Engagement von Regierungsbehörden aller Ebenen, zivilgesellschaftlichen Organisationen (CSOs), Einzelpersonen und anderen Akteuren bei der Bewältigung von Ursachen und Faktoren der Migration erläutert. Und schließlich rückt sie Migranten und Flüchtlinge als wichtige Entwicklungsakteure in den Vordergrund. Dabei geht es nicht nur um Zahlen, Daten und Fakten, sondern auch welche Hürden, Chancen und Möglichkeiten sich Migranten in Deutschland stellen müssen. Die Publikation schließt mit Empfehlungen, um Themen mit Migrationsbezug zukünftig erfolgreich zu gestalten:

  1. Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit verhindern!

  2. Gewährleistung des Schutzes aller Migranten und Flüchtlinge durch die Menschenrechte.

  3. Anwendung und Durchsetzung des Arbeitsrechts, der Normen für menschenwürdige Arbeit sowie des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für alle Migranten.

  4. Ersetzung des negativen Diskurses durch eine zutreffende und positive Erzählung über Migration.

  5. Ausbau sicherer und legaler Wege der Migration.

  6. Verstärktes Engagement der Städte und lokalen Akteure bei der Integration.

  7. Stärkung und Ermöglichung der Teilnahme von Migranten und Flüchtlingen in der lokalen Gemeinschaft und Städten sowie am politischen Dialog.

  8. Bewältigung der Fluchtursachen.

  9. Verbesserung der Datenerhebung und Wissensbestände zur Stärkung des Zusammenhangs zwischen Migration und Entwicklung.

  10. Stärkung des deutschen Engagements für die regionale, nationale und ganzheitliche menschliche Entwicklung im Ausland.

Neben der deutschen Veröffentlichung werden auch die MIND Partnerländer (Österreich, Belgien, Bulgarien, Tschechien, Italien, Holland, Portugal, Slowakei Slowenien und Schweden) eine Publikation in der Edition Common Home veröffentlichen. Das Gelingen dieses Projekts ist ein gutes Beispiel für europäische Zusammenarbeit. Im Rahmen des MIND-Projekts hoffen wir, dass wir durch die europäischen Publikationen und den verschiedenen landesspezifischen Facetten wichtige Akzente zu den zukunftsweisenden Themen Migration und Entwicklung setzen können.

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Gemeinsam Heimat sein

Building the Common Home

EU-Projekt

Inklusion fördern!

IIIS - Implementing Inclusion in Schools

In einem dreijährigen, von der EU geförderten Projekt, werden sich Schulen auf ihren individuellen Weg begeben, um die Inklusion aller Schülerinnen und Schüler - unabhängig von Behinderung, Armut, Migration oder anderen Herausforderungen - zu verbessern. Unterstützt werden sie durch Schulentwicklungsberatung und Fortbildungskurse.

Das Projekt-Konsortium besteht aus sieben verschiedenen Organisationen, die im Bereich Bildung und Erziehung, auch für Kinder mit Behinderung, tätig sind. Diese Organisationen arbeiten partnerschaftlich mit zehn Regel- und Förderschulen aus Deutschland, Österreich, Finnland, Spanien und Belgien, zusammen.

Am Ende des Projekts werden folgende Ergebnisse anderen Schulen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung stehen:

  • Beratungsleitfaden
  • Fortbildungseinheiten
  • Video-Clips
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