URL: www.caritas-bayern.de/beitraege/iiis-implementing-inclusion-in-schools/1126922/
Stand: 28.01.2016

EU-Projekt

Inklusion fördern!

IIIS - Implementing Inclusion in Schools

In einem dreijährigen, von der EU geförderten Projekt, werden sich Schulen auf ihren individuellen Weg begeben, um die Inklusion aller Schülerinnen und Schüler - unabhängig von Behinderung, Armut, Migration oder anderen Herausforderungen - zu verbessern. Unterstützt werden sie durch Schulentwicklungsberatung und Fortbildungskurse.

Das Projekt-Konsortium besteht aus sieben verschiedenen Organisationen, die im Bereich Bildung und Erziehung, auch für Kinder mit Behinderung, tätig sind. Diese Organisationen arbeiten partnerschaftlich mit zehn Regel- und Förderschulen aus Deutschland, Österreich, Finnland, Spanien und Belgien, zusammen.

Am Ende des Projekts werden folgende Ergebnisse anderen Schulen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung stehen:

  • Beratungsleitfaden
  • Fortbildungseinheiten
  • Video-Clips

Gut zu wissen

Umgang mit Abhängigen

Gut gemeint ist nicht immer gut geholfen

Mann und FrauTrauen Sie sich, das Problem anzusprechen.Fotolia

  • Trauen Sie Ihrem Bauchgefühl: Sprechen Sie es an, sobald der Konsum eines Freundes oder Angehörigen Ihnen ungewöhnlich vorkommt.
  • Vermeiden Sie Vorwürfe und Belehrungen, damit erreichen Sie nichts.
  • Stellen Sie keine "medizinische Diagnose", denn dafür sind Sie nicht da.
  • Beschreiben Sie dem Freund, Kollegen oder Verwandten, was Sie von seinem Suchtverhalten wahrnehmen und was sie dabei empfinden.
  • Versichern Sie dem Betroffenen, dass Sie ihn mögen und ihm deshalb den Spiegel vorhalten.
  • Erwarten Sie nicht, dass der Betroffene sich nach dem Gespräch mit Ihnen ändert. Ihre ehrliche Rückmeldung kann aber ein wichtiger Schritt zur Heilung bedeuten.
  • Machen Sie sich klar: Sie sind nicht schuld, dass jemand anderes süchtig geworden ist.  Auch nicht, wenn Sie mit der Person Streit oder Beziehungsprobleme hatten.
  • Machen Sie sich nicht zum Komplizen der Sucht. Melden Sie ihn als Ehefrau zum Beispiel nicht beim Chef als "krank", wenn er in Wahrheit einen Kater hat.
  • Prüfen Sie: Wo ist meine Hilfe für einen Süchtigen nötig - und wo ermögliche ich ihm damit nur, sein Problem zu verheimlichen und keine Konsequenzen dafür zu spüren?
  • Weisen Sie als Eltern ihr suchtkrankes Kind nicht ab, aber ziehen Sie deutliche Grenzen. Lassen Sie sich nicht von Sorge und Schuldgefühlen auffressen. Das Kind muss wissen: Bis hierhin und nicht weiter.
  • Machen Sie die Sucht ihrer Angehörigen nicht zu Ihrem bestimmenden Lebensthema. Leben Sie Ihr Leben weiter und machen Sie dem Betroffenen sehr klar, dass sie das tun.
  • Wenn Kinder im Spiel sind: Schützen Sie diese so gut es geht vor den Folgen der Sucht. Fordern Sie sie auf, über ihre Erlebnisse zu sprechen und nehmen Sie die Beschreibungen und Ängste der Kinder ernst.
  • Wenn das körperliche Wohl eines Kindes durch den Süchtigen gefährdet ist, trennen Sie sich.
  • Eine Sucht ist nichts Statisches sondern ein Prozess, der sich oft verändert. Loten Sie deshalb immer wieder neu aus, wie Sie sich dem Betroffenen gegenüber verhalten.
  • Signalisieren Sie: Ich helfe dir bei allem, was dir aus der Sucht hilft. Wenn du dich aber für die Sucht entscheidest, brauchst du mich nicht.

Links

Drei Fragen an...

Wegsehen oder handeln?

Sucht bei Freunden und Kollegen

Gut zu wissen

Co-Abhängigkeit

Meine Rolle in der Partnerschaft finden

Selbst erlebt

Angehörige von Süchtigen

„Ich habe gelernt, für mich Sorge zu tragen“

Nachgefragt

Sucht im Alter

Alles halb so wild?

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