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Stand: 28.01.2016

Konkrete Hilfe

Flucht und Asyl

Was tut die Caritas in Deutschland für geflüchtete Menschen?

Flüchtling im Rollstuhl mit CaritasmitarbeiterinAm Ende zählt der Mensch: Caritasmitarbeiter(innen) helfen Flüchtlingen nicht nur bei der Erstversorgung.Deutscher Caritasverband / Fotograf: Harald Oppitz

Ziel ist, diesen Menschen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Viele von ihnen müssen dafür unmittelbar bei ihrer Ankunft erstversorgt und unterstützt werden. Aber sie benötigen auch mittel- und langfristig Beratung und Hilfe, die ihnen Perspektiven eröffnet.

Die Caritas bietet diese an und wirkt an der Gestaltung politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen mit.

Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren und Flüchtlingen ihren Start in Deutschland erleichtern wollen, werfen Sie einen Blick auf unsere Engagementkarte für Flüchtlingshelfer(innen) und lesen Sie unsere Tipps für freiwillige Flüchtlingshelfer(innen).

Akutversorgung
  • In der Akutversorgung von Schutzsuchenden ist unter anderem der Malteser Hilfsdienst, ein Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, aktiv. Daneben sind die Caritasverbände bundesweit und in besonderem Maße an den momentanen Drehkreuzen gefordert.
  • An verschiedenen Standorten betreiben die Caritasverbände Zeltdörfer und anderer Unterkünfte.
  • Mit der Bahnhofsmission ist die Caritas an der Versorgung von Schutzsuchenden an Bahnhöfen beteiligt.
  • Die Caritas koordiniert das Engagement von Ehrenamtlichen in der Akutversorgung.
  • Der Deutsche Caritasverband vermittelt Hilfsangebote verschiedener Unternehmen an Einrichtungen und Dienste vor Ort.
Mittel- und langfristig wirkende Unterstützung für Schutzsuchende

Ist die unmittelbare (Erst-)Versorgung sichergestellt, stellen sich für Schutzsuchende in Deutschland grundsätzliche Fragen, z. B.:

  • Wie läuft das Verfahren der Asylantragsstellung?
  • Wo werden Sprachkurse angeboten bzw. besteht Zugang zu Integrationskursen?
  • Wie ist der Zugang zum Arbeitsmarkt geregelt?
  • Wann kann eine Wohnung bezogen werden?

Antworten darauf erhalten Schutzsuchende in den Migrations- und Flüchtlingsdiensten der Caritas. Diese unterstützen sie bei der Vorbereitung und Durchführung des Asylverfahrens, aber auch bei der Integration.

Beratung im Asylverfahren
  • Wer einen Asylantrag stellen möchte, kann sich an die Asylverfahrensberatungsstellen der Caritas wenden. Diese helfen bei der Vorbereitung und Durchführung des Antrags sowie bei Fragen zum Aufenthaltsstatus. Damit tragen sie zu einer Verfahrensbeschleunigung bei.
  • Bei Fragen des Flüchtlings- und Ausländerrechts arbeitet die Caritas bundesweit mit rund 30 Rechtsanwält(inn)en zusammen. Diese beraten Schutzsuchende einzeln und in Gruppen.
  • Unabhängige Abschiebebeobachtungsstellen der Caritas an den Flughäfen in Frankfurt und Berlin wollen verhindern, dass Grund- und Menschenrechte durch die Abschiebung verletzt werden. Sie setzen dabei auch auf eine präventiv wirkende Deeskalation.
  • Die Beratungsstellen für Rückkehr- und Weiterwanderungsberatung des Raphaelswerks und der Caritas stehen bundesweit Schutzsuchenden ohne Bleiberecht zur Verfügung.
Betreuung
  • Das Therapiezentrum der Caritas für Folteropfer in Köln bietet traumatisierten Schutzsuchenden therapeutische und sozialarbeiterische Unterstützung. Weitere psychosoziale Zentren haben 2015 die Arbeit aufgenommen oder befinden sich im Aufbau.
  • Flüchtlingssozialdienste bieten insbesondere Information, Orientierung, individuelle Hilfen sowie Integrationsmaßnahmen für die Zeit des Aufenthalts und helfen Schutzsuchenden dabei, sich im Alltag zurechtzufinden.
  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge finden in Erziehungshilfeeinrichtungen in katholischer Trägerschaft und Trägerschaft der Caritas Unterstützung.
Beratung in der Integration
  • Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) in Trägerschaft der Caritas berät an 230 Standorten Migrant(inn)en, darunter Flüchtlinge nach ihrer Anerkennung sowie sogenannte Kontingent-Flüchtlinge.
  • An 110 Standorten beraten und begleiten Jugendmigrationsdienste in katholischer Trägerschaft junge Zuwanderer (auch Flüchtlinge) bis 27 Jahre.
  • Neben den Diensten und Einrichtungen, die für spezifische Fragen und Hilfen für Migranten und Flüchtlinge zuständig sind, stehen grundsätzlich auch alle anderen sozialen Dienste der Caritas in einschlägigen Fachfragen zur Verfügung.
  • Zahlreiche Projekte unterstützen Flüchtlinge beim Ankommen in Deutschland, z. B. in den Bereichen Schule, Ausbildung und Beruf, etwa durch Patenschaftsprogramme
Die Gesellschaft kontinuierlich in den Blick nehmen

Die Caritas tritt dafür ein, die große Aufnahme- und Hilfsbereitschaft in Deutschland zu erhalten. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die Unterstützung von Ehrenamtlichen, etwa durch Begleitung und durch Handreichungen mit regionalisierten Informationen. Die Caritas bemüht sich daneben um den Abbau von Sorgen und Vorbehalten gegenüber Schutzsuchenden, die einem friedlichen Miteinander und der Teilhabe von Schutzsuchenden entgegenstehen. Dazu gehört, dass Mitarbeitende im Zusammenhang mit der Eröffnung neuer Flüchtlingsunterkünfte auf Podiumsveranstaltungen und bei Bürgerversammlungen für ein Miteinander von Schutzsuchenden und Einheimischen werben. Dabei machen sie auch deutlich, dass die Arbeit der Caritas allen benachteiligten Menschen gilt und Arbeit mit Flüchtlingen nicht zu Lasten ihres Einsatzes für andere Gruppen geht.

Links

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Was, wo und wie

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Wenn Sie in Deutschland ein Kind erwarten

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Selbsttest Alkohol

Hat Herr Schmitt ein Alkoholproblem?

Junger Mann auf Sofa mit Bier in der HandWie viel Alkohol am Tag ist okay? ©Spectral-Design - stock.adobe.com

Lächerlich, findet das Herr Schmitt. Er trinkt doch höchstens zwei, drei Flaschen Pils vor dem Fernseher. Zur Entspannung. Aber wenn er wollte, könnte er den Alkohol weglassen, glaubt Schmitt. Er ist doch nicht süchtig! Oder doch?

Lust auf immer mehr

Schmitt muss aufpassen: „Regelmäßiges Trinken kann zu einer Abhängigkeit führen”, warnt Suchtexperte Wolfgang Scheiblich, Geschäftsführer des Katholischen Verbandes für soziale Dienste (SKM) in Köln. „Man merkt, dass der häufige Konsum zur Sucht wird, wenn man eine immer größere Menge Alkohol braucht. Das heißt: Statt einer Flasche Bier muss ich heute zwei oder drei trinken, um das gleiche gute Gefühl zu erlangen wie im Jahr vorher. Der Körper hat sich an die Menge gewöhnt.“ Diese dauernde Dosissteigerung ist so schleichend, dass viele sie erst sehr spät bemerken. „Zuerst geht es einem gut damit, es gibt keine negativen Folgen, man kann noch seine Aufgaben erfüllen“, sagt Scheiblich. Der Weg in die Krankheit kann leicht Jahre dauern.

Wenn Trinken zur Freizeitbeschäftigung wird

Um nicht in die Sucht hineinzuschlittern, ist es wichtig, früh den eigenen Alkoholkonsum zu hinterfragen. So sollten alle Alarmglocken läuten, wenn Bier, Schnaps oder Wein nicht mehr nur zu bestimmten Gelegenheiten, auf Festen oder mit Freunden in der Kneipe genossen wird. Wenn sich das Trinken zur alltäglichen, einsamen „Freizeitbeschäftigung“ verändert. Skeptisch sollte auch derjenige werden, der es oft nicht schafft, eine absolute Abstinenz in bestimmten Lebenswelten durchzuhalten: Wenn ich arbeite, trinke ich vorher nicht. Wenn ich Auto oder Fahrrad fahre, trinke ich nicht. Wenn ich schwanger bin, trinke ich nicht.

Hilfe bei der objektiven Selbsteinschätzung geben anonyme Tests im Internet – und Menschen, die einen gut kennen.

  • Check your Drinking lässt erkennen, wie es um den eigenen Alkoholkonsum steht. Ist alles im grünen Bereich? Oder trinken Sie zu oft zu viel Alkohol?
  • Kenn Dein Limit
    Wissenstest und jede Menge Zahlen und Fakten rund um Alkohol.

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