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Sozialcourage Stotternde helfen sich

Ausreden lassen!

Sätze wie „Du brauchst nicht nervös zu werden“, etwa am Arbeitsplatz, helfen Stotternden nicht weiter. Stresssituationen verstärken das Leid. In einer Selbsthilfegruppe in Vechta entwickeln die 30- bis 55-Jährigen Strategien für den Alltag.

In einer Selbsthilfegruppe können sich Stotternde gegenseitig unterstützen.Pedro Citoler

Das Wort "Martyrium" fällt nicht. Aber es hört sich oft danach an. Etwa bei Silvia (Namen geändert). "Selbst meine Geschwister verstehen mein Problem nicht", sagt die 30-Jährige. Sie ist froh, den Schritt in die Selbsthilfegruppe für Stotternde im Oldenburger Land geschafft zu haben. "Was Stottern bedeutet, können andere nicht nachvollziehen", sagt sie. Hier bei den sieben Teilnehmern fühlt sie sich verstanden.

Stottern drängte Silvia in den Rückzug. "Wenn du merkst, dass deine Freundinnen am Samstagabend locker plaudern, ziehst du dich immer mehr zurück." Früher wollte die ernst wirkende Pädagogin ihr Stottern verstecken: "Ein Stressfaktor." Dabei kommen die Unterbrechungen in ihren Sätzen selten vor. Und doch können sie - wie bei allen anderen im Raum auch - plötzlich wie aus dem Nichts auftauchen.

Stotternde sind trickreich

Bei einer Leseübung ist ein Ziel der Selbsthilfegruppe zu hören: "Ich will lernen, meinem Chef bei der Arbeit besser in die Augen schauen zu können." Und obwohl es nur eine kleine Runde von Vertrauten ist, die hier das Lesen übt, lenkt Heinrich ab, nachdem er das Blatt fahrig in seine Hände genommen hat - offensichtlich, um Zeit zu gewinnen: "Wo waren wir gleich noch mal?"

Überhaupt seien Stotternde sehr trickreich. Wolle man im Geschäft einen Otto-Katalog, dann verlange mancher Stotternde bewusst einen Neckermann-Katalog. Und auf die Antwort "Wir haben nur den Otto-Katalog" schießt es aus dem Stotternden heraus: "Dann nehme ich den", glücklich, das schwere Wort "Otto" nicht aussprechen zu müssen.

Alle sind sich einig: Anrufbeantworter gehen gar nicht

Vermeidungsstrategien, die kurzfristig helfen. "Manchmal fahre ich zehn, 20 oder sogar 30 Kilometer, um auch nur ein einziges Telefonat zu vermeiden", gesteht Elisabeth. Nickend bestätigen andere, wie gut sie das kennen. Dabei ist das Stottern bei jedem anders. Während mancher Füllwörter wie "Tja, ähm, ja" fünfmal wiederholt, ist für andere das Ringen um Silben mit gesichtsverzerrender Mimik verbunden. Elisabeths Körper wiederum bleibt völlig ruhig, wenn sie stotternd spricht. "Bevor ich spreche, überlege ich, ob ich den Buchstaben herausbekomme", schildert sie ihr Fiasko. Das Schlimmste für alle im Raum: Anrufbeantworter. Darauf zu sprechen "geht gar nicht", sind sich die Teilnehmer einig. Sie sind froh darüber, dass die zarte Pflanze ihrer Selbsthilfegruppe gewachsen ist.

Nach dem elften Treffen fühlen sie sich als harter Kern, der bleiben wird, der aber auch neue Mitglieder willkommen heißt. Warum sich die Teilnahme lohnt, berichtet Elisabeth: Als sie eine Überweisung beim Arzt abholen wollte und am Tresen die Silben ihres Namens nicht über die Zunge kommen wollten, habe die Arzthelferin gesagt: "Gib mal  deine Karte her. Da steht ja dein Name drauf." Darauf Elisabeth: "Die kriegen Sie nicht eher, als bis Sie mich ausreden lassen." Da habe die "solche Augen" bekommen, erzählt Elisabeth strahlend.

Autor/in:

  • Dietmar Kattinger
Sozialcourage Ausgabe Sozialcourage, 03/2014: caritas.de