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Stand: 07.09.2018

Pressemitteilung

Krankenhausschließungen

Ländliche Region dürfen nicht zu Gesundheitsregionen zweiter Klasse werden!

"Gerade in einem Flächenland wie Bayern wäre die Schließung der kleineren Krankenhäuser das falsche Signal, wenn man die Lebensverhältnisse der Städte und der Regionen angleichen will", so Piendl. Auch in den Kliniken der Grund- und Regelversorgung ist eine hohe Qualität Standard, Größe allein ist in vielen Fachbereichen nicht gleichbedeutend mit Qualität. 

Piendl sagte weiter: "Effizienz und Prozessoptimierung als Kennzahlen sind wichtig, müssen aber dem Wohl und den Bedürfnissen der Patienten dienen, insbesondere auch in den ländlichen Regionen. Sie dürfen nicht Gesundheitsregionen zweiter Klasse werden. Wo es auf Spezialwissen ankommt, ist Zentralisierung und Zusammenarbeit verschiedener Kliniken schon heute geübte Praxis. Mit klugen Lösungen gibt es schon heute Verfahren, die die Fläche nicht vernachlässigen."

Heike Gülker legt den Fokus auf die flächendeckende Daseinsvorsorge. "Für die Menschen muss eine gute Gesundheitsversorgung erreichbar sein. Benötigt wird ein Gesamtkonzept, dass die regionalen Strukturen berücksichtig. Die bestehenden ambulanten Versorgungsangebote können den Bedarf nicht abdecken. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung ist es nötig, dass Krankenhäuser gut erreichbar sind und auch die Menschen eine adäquate Versorgung bekommen, die mehrfach erkrankt und nur eingeschränkt mobil sind. Und eines wird oft vergessen: für die Nachsorge wird auch in Zukunft ein Krankenhaus in erreichbarer Nähe benötigt."

Der KKVB vertritt bayernweit 21 Krankenhäusern und ein Kurkrankenhaus mit mehr als 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ca. 1.400 Ausbildungsplätzen in Schulen für Kinderkrankenpflege, Krankenpflege und Krankenpflegehilfe. Damit versorgen die Katholischen Krankenhäuser in Bayern jährlich knapp 300.000 Patienten stationär und mehr als 400.000 Patienten ambulant und verfügen über ca. 5.200 Betten und teilstationäre Behandlungsplätze.

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