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Stand: 28.01.2016

Was macht eigentlich...?

Migrationsberatung

Antworten auf Fragen von Ausländern

Eine dunkelhäutige Familie in einer KindereinrichtungWer neu nach Deutschland kommt hat viele Fragen. DCV/KNA Harald Oppitz

Bundesweit berät die Caritas an 220 Orten erwachsene Zuwanderer über 27 Jahre. Für Jugendliche zwischen zwölf und 27 Jahren sind die rund 100 Jugendmigrationsdienste (JMD) der Caritas Ansprechpartner. Daneben gibt es an etwa 144 Orten eine spezielle Beratung für Flüchtlinge, Menschen, die illegal in Deutschland leben oder geduldet sind. 

Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, haben in Deutschland neben der normalen Existenzsicherung ein ganzes Bündel von zusätzlichen Fragen, Damit kommen sie  zur Migrationsberatung. Es geht um Aufenthalts- und Asylrecht, Flüchtlingsstatus und Duldung, Familienzusammenführung, Behandlung von Gewalttraumata, Arbeitserlaubnis, Wohnungssuche oder Einbürgerung. Gerade weil ihr Leben nicht geradlinig verläuft, häufen sich die Probleme. Hier einige Beispiele aus der Praxis:

  • Werden meine Berufsabschlüsse aus Kasachstan anerkannt? 
  • Ich bin wegen meines deutschen Mannes aus der Türkei gekommen und nun steht die Ehe kurz vor der Scheidung - muss ich Deutschland verlassen, weil ich kein eigenes Aufenthaltsrecht habe? 
  • Ich bin vor vielen Jahren dem bosnischen Bürgerkrieg entflohen, bekomme eine Duldung nach der nächsten, aber was ich eigentlich brauche, ist eine berufliche Perspektive um meine Tochter und mich ernähren zu können. 
  • Ich habe meinen Integrationskurs abgebrochen, weil es zu schwierig war. Habe ich dadurch Nachteile und kann ich abgeschoben werden? 
  • Bekomme ich als Flüchtling Hartz IV und was heißt das?
  • Wo kann mein Kind Nachhilfe bekommen?
  • Ich suche einen Ausbildungsplatz, wie geht das in Deutschland?

Gemeinsam mit den Ratsuchenden versuchen die Beraterinnen und Berater Schritt für Schritt Lösungen zu erarbeiten. Hilfreich ist, dass die Beratungsstellen meist in kommunale Integrationsnetze eingebunden sind und Kontakte zu Behörden, Jobcentern, Rechtsanwälten oder Familienberatungsstellen haben. Auch wer sich entscheidet, in sein Heimatland zurück zu kehren, bekommt Rat und Hilfe.

Kultur und Begegnung ermöglichen

Die Migrationsberatungsstellen schulen und qualifizieren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, sie organisieren Gesprächskreise für Migranten und veranstalten Kultur- und Bildungsangebote. Behörden, Betriebe, Verbände, Vereine und Kirchengemeinden werden von den Beraterinnen und Beratern unterstützt, wenn sie sich auf die Vielfalt der Menschen, die zu ihnen kommen, besser einstellen wollen.

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Gut zu wissen

Familienzusammenführung

Wenn Kinder und Ehegatten nachkommen möchten

Nachgefragt

Zuwanderer als Fachkräfte

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Service

Migration und Integration

Leben in Deutschland

Selbst erlebt

Angehörige von Süchtigen

„Ich habe gelernt, für mich Sorge zu tragen“

Ältere Dame Sich selbst wichtignehmen: Ein wichtiger Schritt auf dem Weg aus der Co-Abhängigkeit Fotolia

"Die Flasche steht oft zwischen uns", sagt Susanne H. ganz sachlich, wenn sie über die Alkoholkrankheit ihres Freundes spricht. "Ich verstehe seinen Druck trinken zu müssen nicht und habe dieses Teufelszeug schon oft verflucht." Mittlerweile hat sie gelernt, mit ihrer Wut, ihrer Enttäuschung, ihrer Hilflosigkeit zu leben. "Ich weiß, ich kann seine Abstürze nicht verhindern, und ich kann ihn auch nicht retten. Ich kann nur gut für mich sorgen, um nicht auf der Strecke zu bleiben."

Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich

Was sich im ersten Moment herzlos anhört, ist eine wichtige Erkenntnis für Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen von Suchtkranken: Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich. Fast alle abhängigen Menschen können ihre Sucht lange Zeit verbergen, weil es in ihrer Umgebung Menschen gibt, die - in bester Absicht - versuchen zu helfen. Sie gießen Alkohol ins Waschbecken, verstecken Tabletten, erfinden Ausreden, erledigen Pflichten, bügeln Fehler aus, sperren Konten, regeln Behördengänge.

Vertuschen hilft niemand

"Ich habe das Alkoholproblem meines Freundes lange kaschiert und ihn geschützt. Aus Angst und Scham habe ich solange versucht, das Problem schön zu reden, bis ich selbst nicht mehr konnte und am Ende war. Über Freunde habe ich von der Caritas-Beratungsstelle erfahren und die erste Zeit in der Angehörigengruppe habe ich immer gedacht, dass ich hier nicht hin gehöre. Aber genau hier versteht man meine Gefühle, meine Unsicherheit, meine Sorgen. Alle kennen die Höhen und Tiefen im Leben mit Abhängigen und ich weiß nun, dass ich nicht alleine damit bin. Niemand wird verurteilt, aber man bekommt Feedback und ehrliches Verständnis."

Isolation und Überforderung vermeiden

Lebens- oder Ehepartner, Eltern, Geschwister, Kinder oder Freunde von Suchtkranken tun sich meist schwer zu erkennen, dass ihre Unterstützung die Sucht stabilisiert. Erst wenn sie ihre Hilfe entziehen, sind Suchtkranke gezwungen, die Folgen ihres Verhaltens selbst zu tragen. "Allein die Tatsache, dass ich regelmäßig in die Gruppe ging und etwas für mich getan habe, hat meinen Freund verunsichert und bei ihm eine Auseinandersetzung mit seiner Sucht in Gang gesetzt. Durch Vorhaltungen oder Streit hatte ich das vorher nicht erreicht." Angehörigengruppen sind ein Forum um sich auszutauschen, Isolation und Überforderung zu vermeiden, die eigenen Handlungsspielräume zu erweitern, aber auch individuelle Grenzen auszuloten. Oder wie Susanne H. es ausdrückt: "Ich habe keine Angst vor der Zukunft, denn ich habe gelernt, für mich Sorge zu tragen."

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Selbst erlebt

Mein Traummann trinkt

Ich, er und der Alkohol

Gut zu wissen

Umgang mit Abhängigen

Gut gemeint ist nicht immer gut geholfen

Gut zu wissen

Co-Abhängigkeit

Meine Rolle in der Partnerschaft finden

Nachgefragt

Sucht im Alter

Alles halb so wild?

Drei Fragen an...

Wegsehen oder handeln?

Sucht bei Freunden und Kollegen

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