URL: www.caritas-bayern.de/beitraege/der-schluessel-zur-arbeit/63227/
Stand: 28.01.2016

Selbst erlebt

Integrationskurse

Der Schlüssel zur Arbeit

Flüchtling mit CaritashelferinDer Besuch von Integrationskursen hilft in Deutschland zurecht zu kommen.Deutscher Caritasverband / Fotograf: Harald Oppitz

"Wir wollten, dass unsere Kinder in Deutschland aufwachsen. Deshalb sind wir seit 2008 hier. Ich habe eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Irgendwann will ich mal deutscher Staatsbürger werden. Aber damit habe ich es nicht eilig. In Mexiko habe ich als studierter Kommunikationswissenschaftler in einer Werbeagentur gearbeitet.
Als ich hier ankam, hatte ich zunächst keine Arbeit. Ich wollte meinen Tag strukturieren und meine Zeit nutzen, um Deutsch zu lernen. Das ist der Schlüssel, um eine Arbeitsstelle zu finden. Ich erfuhr von den Integrationskursen und wusste gar nicht, dass ich einen machen musste, weil ich kein Deutsch sprach. Ich hätte mich ohnehin darum bemüht, weil er der billigste Deutschkurs war, den ich bekommen konnte. Pro Stunde musste ich einen Euro bezahlen. Die Ausländerbehörde stellte mir eine Teilnahmeberechtigung aus. 

Ein Jahr lang Deutsch lernen
Ich besuchte einen Kurs bei der Volkshochschule. Er umfasste 645 Unterrichtsstunden und dauerte ungefähr ein Jahr, täglich drei Stunden lang. Am Anfang waren wir etwa 20 Personen. Aber nicht alle haben den Kurs zu Ende gemacht. Es waren Türken, Araber, Russen, Afrikaner und Leute aus den Balkanstaaten dabei. Sie brachten sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit: Manche hatten studiert, auch eine Ärztin war dabei. Andere hatten nur eine geringe Schulbildung. Für sie ist es sehr schwer Deutsch zu lernen. Einige, die dazu verpflichtet waren, hatten gar keine Motivation. Es wäre gut, die Kurse in unterschiedlichen Niveaus anzubieten. Die Dozenten hatten sehr viel Geduld und haben sich große Mühe gegeben.

Am Ende steht die Zertifizierung
Am Ende der Sprachkurseinheiten musste ich eine mündliche und eine schriftliche Prüfung machen. Eine Aufgabe war, einen Brief zu schreiben. Danach kam noch ein Orientierungskurs, in dem ich etwas über deutsche Geschichte gelernt habe und wie der deutsche Staat und die Gesellschaft funktionieren. Auch daran schloss sich eine Prüfung an. Beide habe ich bestanden, und ich bekam ein Zertifikat. Jetzt mache ich noch einen berufsbezogenen Integrationskurs."

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Nachgefragt

Zuwanderer als Fachkräfte

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Was macht eigentlich...?

Migrationsberatung

Antworten auf Fragen von Ausländern

Gesetz trifft Leben

Einbürgerung

Deutsch oder türkisch?

Sozialcourage

Im Portrait

Durchs Engagement eine Freundin gewonnen

Gut zu wissen

Familienzusammenführung

Wenn Kinder und Ehegatten nachkommen möchten

Drei Fragen an...

Stadtteilmütter

Migrantinnen beraten Migrantinnen

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Ein Jahr lang Deutsch lernen
Ich besuchte einen Kurs bei der Volkshochschule. Er umfasste 645 Unterrichtsstunden und dauerte ungefähr ein Jahr, täglich drei Stunden lang. Am Anfang waren wir etwa 20 Personen. Aber nicht alle haben den Kurs zu Ende gemacht. Es waren Türken, Araber, Russen, Afrikaner und Leute aus den Balkanstaaten dabei. Sie brachten sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit: Manche hatten studiert, auch eine Ärztin war dabei. Andere hatten nur eine geringe Schulbildung. Für sie ist es sehr schwer Deutsch zu lernen. Einige, die dazu verpflichtet waren, hatten gar keine Motivation. Es wäre gut, die Kurse in unterschiedlichen Niveaus anzubieten. Die Dozenten hatten sehr viel Geduld und haben sich große Mühe gegeben.

Am Ende steht die Zertifizierung
Am Ende der Sprachkurseinheiten musste ich eine mündliche und eine schriftliche Prüfung machen. Eine Aufgabe war, einen Brief zu schreiben. Danach kam noch ein Orientierungskurs, in dem ich etwas über deutsche Geschichte gelernt habe und wie der deutsche Staat und die Gesellschaft funktionieren. Auch daran schloss sich eine Prüfung an. Beide habe ich bestanden, und ich bekam ein Zertifikat. Jetzt mache ich noch einen berufsbezogenen Integrationskurs."

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