Kampagne 2018

What is Home?

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Was ist für Dich Heimat? #WhatisHome

  

   

 

 

Lisa, 31: "Heimat ist für mich, wo meine Familie ist."

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  • Teile ein Foto oder Video mit den Hashtags #WhatisHome und #CaritasBavaria auf Instagram oder Facebook und erzähl der Welt, was für dich Heimat ist.
  • Oder gib ein politisches Statement ab, indem du auf http://whatishome.eu die europäische Bürgerinitiative mitunterzeichnest. 

    Lisa, 31: "Heimat ist für mich, wo meine Familie ist."Bild: Caritas Bayern

What is Home...

... Erzbischof Ludwig Schick?

Erzbischof Schick über Heimat

Heimat ist für mich sehr wichtig! Heimat ist für mich da, wo ich mit Menschen zusammenlebe, mit denen ich mich gut verstehe, unter denen gegenseitiges Wohlwollen herrscht und mit denen ich Freude und Leid teilen kann, wo ich eine sinnvolle und befriedigende Arbeit und eine passable Wohnung habe sowie kulturelle Ereignisse stattfinden, an denen ich teilnehmen kann, und auch die Landschaft und Umgebung passen. Diese Koordinaten machen für mich Heimat aus. 

Heimat ist für mich kein fixer Ort, mit den immer gleichen Menschen und derselben Arbeit. Eine solche Vorstellung von Heimat ist mir fremd und ich halte sie auch für weltfremd. Heimat muss in unserer Welt und Zeit an verschiedenen Orten mit immer neuen Menschen und mit wechselnden Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen möglich sein. Heimat muss immer neu aufgebaut und gepflegt werden. 

Ich habe alle meine bisherigen Aufenthaltsorte als Heimat empfunden und geliebt: in Mardorf bei Marburg, wo ich aufgewachsen bin, in Würzburg und Rom, wo ich studiert habe, in Fulda, wo ich 25 Jahre als Priester, Professor und Weihbischof tätig war und seit 16 Jahren in Bamberg. Ich habe mich nie heimatlos gefühlt, aber auch immer für den Aufbau und die Pflege ‚meiner Heimat‘ investiert. 

Diese Sicht und Erfahrung von Heimat ist auch vom Christentum, meiner geistigen Heimat, inspiriert. Paulus schreibt an die Philipper: "Denn unsere Heimat ist im Himmel" (Phil 3,20). Und im Hebräerbrief heißt es: "Nun aber streben sie nach einer besseren Heimat, nämlich der himmlischen" (Hebr 11,16). Diese Worte der Bibel besagen: hier in dieser Welt haben wir Heimat, aber immer nur auf Zeit und nie perfekt. Die endgültige Heimat wartet im Himmel auf uns.

 

Wir haben Personen in ganz Europa gefragt...

Rund 70 Millionen Menschen weltweit haben kein Zuhause. Jede Person hat das Recht auf einen sicheren Platz/Ort, den sie Zuhause nennen kann. Das MIND-Projekt, durchgeführt von 12 Caritas-Organisationen in ganz Europa, unterstützt von der Europäischen Union, bringt die Thematiken Migration und Entwicklung nachhaltig näher. Wir haben Personen in ganz Europa gefragt: Was ist Heimat für dich?

Projekt

MIND. Migration. INterconnectedness. Development.

Zwölf Organisationen, eine Vision

MIND ist ein Projekt, das von der Europäischen Kommission für drei Jahre finanziert wird. Es wird umgesetzt von zwölf Caritas-Organisationen in elf EU-Mitgliedsstaaten, nämlich Österreich, Deutschland (Bayern), Bulgarien, in der Tschechischen Republik, den Niederlanden, Belgien, Italien, Portugal, der Slowakei, Slowenien und Schweden. Außerdem wirkt Caritas Europa als Dachorganisation mit. Wir möchten gemeinsam mit unseren Partnern mehr Aufmerksamkeit auf Prozesse in der Entwicklungshilfe und das Wissen um nachhaltige Entwicklung lenken.

mind_laender"Es gibt keine politischen oder sozialen Grenzen und Barrieren, die uns erlauben, uns zu isolieren, und aus ebendiesem Grund auch keinen Raum für die Globalisierung der Gleichgültigkeit." Laudato si' #52

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Ziel: Aufmerksamkeit schaffen

Wir möchten mit unserem Projekt zu einer positiven Stimmung beitragen und mehr Wissen in Hinblick auf Entwicklungsarbeit innerhalb der europäischen Bevölkerung generieren. Deswegen wollen wir Orte der Begegnung schaffen, in denen Menschen die Möglichkeit haben, die komplexen Zusammenhänge von Migration und nachhaltiger Entwicklung greifbar zu erleben und zu verstehen. Wir möchten die Veranstaltungen, die wir im Laufe des Projekts organisieren, mit Respekt, Würde und Menschlichkeit gestalten. 

Folgende konkreten Ziele möchten wir während der Laufzeit des MIND-Projekts (Oktober 2017 - September 2020) erreichen:

  1. Die Bevölkerungen der teilnehmenden Partnerländer sollen ein vertieftes Verständnis für nachhaltige Entwicklung und Migration haben und die Rolle der Europäischen Union als Treiberin in Entwicklungszusammenarbeit kennen.
  2. Staatliche Einrichtungen, CSOs, Individuen und weitere Akteure der Entwicklungszusammenarbeit sollen sich verstärkt an der Bekämpfung von Fluchtursachen wie Hunger und Armut, dem Klimawandel, bewaffneten Konflikten oder dem Fehlen von politischer Teilhabe engagieren. MigrantInnen sollen als Akteure nachhaltiger Entwicklung angesehen werden.

Die Jugend im Zentrum unserer Aktivitäten 

Im Verlauf der kommenden drei Jahre werden wir EntscheidungsträgerInnen und AkteurInnen von Entwicklung, als auch die Deutsche Öffentlichkeit mit unserer Kombination aus Advocacy Arbeit und Kampagnenaktivitäten erreichen und bewegen. Dabei ist die Involvierung von jungen Menschen durch unser starkes youngcaritas Netzwerk ein zentraler Baustein. Viele der kommenden Aktionen werden von, für und mit Jugendlichen gestaltet und umgesetzt. Als BrückenbauerInnen innerhalb unserer Gesellschaft wirken sie im MIND-Projekt als MultiplikatorInnen mit.

Projektpartner

Nice2meetU in Kooperation mit dem Caritas-Diensten Landkreis München

Das Buddy-Projekt "nice2meetU" hat die Vision, Menschen mit Fluchterfahrung mit Menschen ohne solche Erfahrungen zu verbinden.

Die Caritas bietet Raum und Rahmen, damit sich Menschen treffen, öffnen und voneinander lernen können. Ziel ist, dass sich ein intuitives Gefühl und Erfahrung von Integration auf beiden Seiten entwickelt. Die Teilnehmer werden aufgefordert, ihre Themen und Inhalte auszuwählen, die sie untereinander teilen möchten. Sie werden von der Caritas begleitet und beraten, wenn sie dies wünschen. Die Freiwilligen werden jedoch in ihren Ideen respektiert und dazu ermutigt, sich auf "gleicher Augenhöhe" zu treffen. Regelmäßige Reflektions- und Erfahrungsberichte der beteiligten Personen sollen weitere Interessierte zur Teilnahme am Buddy-Projekt motivieren.

MIND will mit dem Buddy Projekt:

  • eine Aktivität bieten, die das Bewusstsein von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung erhöht.
  • die Möglichkeit bieten miteinander in Kontakt zu treten.
  • Menschen mit Fluchterfahrung dazu begeistern selbst zu Multiplikatoren zu werden.
  • Menschen mit Fluchterfahrung dazu ermutigen, sich in der Zukunft selbst zu Migrationsthemen zu äußern (an MIND Kampagnen teilnehmen, Informationen austauschen).

Ansprechpartner/in:

Caritas-Dienste Landkreis München
Kreillerstraße 24
81673 München
Telefon: +49 89 436696-23

Lebendige Bibliothek in Kooperation mit IN VIA Bayern e.V

Die lebendige Bibliothek ist eine Methode, um in kleinen Gruppen (2-3 Personen) oder vor einem Publikum  Geschichten von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung und ihre Erfahrungen mit der Aufnahme in Deutschland erzählen zu lassen. Je nach erzählender Person/ Buch können diese Geschichten auf unterschiedliche Art und Weise präsentiert werden (Lesen, Singen, ...).

MIND will mit der lebendigen Bibliothek: 

  • zu offenen und persönlichen Gesprächen anregen.
  • Menschen, die sich im normalen Leben nicht begegnen würden miteinander bekannt machen.
  • gegen Vorurteile ankämpfen.
  • Angst vor dem Fremden nehmen.

Ansprechpartner/in:

IN VIA Bayern e.V.
Kath. Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit
Maistraße 5,
80337 München

Telefon: +49 89 51266913

youngcaritas in Kooperation mit youngcaritas Unterfranken

Die youngcaritas ist ein Pool junger Freiwilliger, die sich im Rahmen des MIND Projekts für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung engagieren. Gemeinsam mit der youngcaritas Unterfranken will MIND junge Menschen für die nachhaltigen Entwicklungsziele (UN Sustainable Development Goals - SDGs) im Zusammenhang mit Migration und Entwicklung sensibilisieren. Im Jahr 2018 haben wir dadurch einigen Freiwilligen die Teilnahme an der Sommeruniversität in St. Malo/ Frankreich ermöglicht.

Ansprechpartnerin:

Caritasverband für die Diözese Würzburg e. V.
youngcaritas Unterfranken

Frau Johanna Stirnweiß 
Franziskanergasse 3
97070 Würzburg